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haben die Alten zwar, wie genaue Untersuchungen dargethanhaben, sich ganz derselben Werkzeuge bedient, wie die heutigenBildhauer, es scheint aber doch, als ob sie noch einige anderegekannt haben. Manche Details nämlich, besonders an der Ge-wandung können die heutigen Bildhauer ihnen nicht nachmachen,zumal die tief ausgearbeiteten Falten mit schmalem Eingangs-stege sind technisch merkwürdig, sodaß Gottfried Schadow aufdie Vermuthung kam, daß die Alten diese Tiefen mit Säurenherausgebeizt hätten. Größere mechanische Bohrwerke (aufBeuth's Veranlassung von F. Boy konstruirt) haben zwar ähn-liche Resultate erzielt, sich aber als zu complicirt und daher un-praktisch erwiesen 2). Ganz besonders räthelhaft aber bleibt dieVollendung und Tiefe der Falten bei solchen Statuen, welcheaus sehr harten Steinarten hergestellt sind. Aus solchem hartenGestein, wie Granit, Basalt oder Porphyr Statuen zu arbeiten,war zwar ursprünglich ägyptischer Geschmack, wurde aber auchzur Kaiserzeit Mode: die Schwierigkeit der Technik sollte denWerth der Kunst erhöhen. Hier konnte der Meißel gar nichtsmachen; der Künstler konnte nur durch vorn zugespitzte und im-mer neu geschärfte Pinkeisen den Stein bis zur erforderlichen Tiefewegbohren und hernach das übrige, also die eigentlichen Flächender Statue, durch mühsames Reiben und Schleifen mit Sandsteinsehr langsam und allmählich vollendend). Es ist erstaunlich, wassie auf diesem beschwerlichen Wege erreicht haben. „Die geschick-testen Arbeiter in harten Steinen, in Granit, Porphyr u. s. w.,sagt A. Hirt"), „mit denen ich mich oft unterhielt, wußten übermanche Erscheinung keine Auskunft zu geben. Jene Schärfe,Bestimmtheit, Vollendung und Nettigkeit in den Monumenten,besonders in den ägyptischen, war ihnen ein Räthsel, und sie glaub-ten, die Alten müßten sich auf eine Härtung der Werkzeuge ver-
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