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Technische Probleme aus Kunst und Handwerk der Alten
Entstehung
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ken Architektur. Unsere heutige Zeit hat eine Art Antipathiegegen die Farbe, schon unsere moderne Tracht läßt das erkennen,und unsere Baukunst hat dadurch eine gewisse trockene Nüchtern-heit und Langweiligkeit bekommen. Höchstens sim Backstein-bau gestattete man sich ein wenig von der Monotonie der unbe-stimmten Farben abzuweichen. Erst als man entdeckt hatte, daßunsere alten romanischen und gothischen Kirchen ursprünglichalle in lebhaftem Farbenschmuck geprangt halten, erst da entschloßman sich, theils bei Restaurationen alter Kirchen, theils bei Neu-bauten, zur Polychromie zurückzugreisen, nicht ohne darin hierund da auch des Guten etwas zu viel zu thun. Aber noch nichtgewagt hat man das meines Wissens bei Bauten im klassischenStil. Da die Farben, welche ursprünglich die griechischen Bau-ten schmückten, im Lauf der Jahrtausende verwittert und ver-waschen waren, so glaubte man lange Zeit, daß die Griechenüberhaupt dem Marmor immer seine natürliche Farbe gelassen,ihn durch den Glanz seiner Oberfläche hätten wirken lassen;mau ging davon aus, daß den Griechen solche Barbarei, das herr-liche Korn des Marmors durch bunte Farben zu verdecken, garnicht zuzutrauen wäre. Indessen seitdem man an alten Bautenaus bester Zeit deutlich Farbespuren nachgewiesen hatte, mußteman denn doch der Frage näher treten, und es entspann sich baldein lebhafter Streit, wie weit die Griechen in der Architekturvon der Polychromie Gebrauch gemacht hätten, i) Einige En-thusiasten gingen alsbald so weit, das Vorhandensein des reinenweißen Marmors in der griechische» Architektur überhaupt zuleugnen und zu glauben, daß mit dieser Annahme uns daswahre Verständniß der alten Baukunst erst aufgegangen sei; derschöne, goldgelbe Ton, welcher vielfach an den Resten griechischerTempel, namentlich au den Säulen, bemerkt worden, galt für

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