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Technische Probleme aus Kunst und Handwerk der Alten
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die saubere Verbindung der einzelnen Bauglieder, sie sind ebensoMuster sür spätere Bauten geworden, wie die Stilarten, derenErfinder und Ausbilder die Alten gewesen. Indessen besonderetechnische Schwierigkeiten, welche die heutige Baukunst nicht auchlösen könnte, bietet uns die Architektur der Alten nicht geradedat. Selbst an Werken wie die ägyptischen Pyramiden muß manes zwar bewundern, wie solche kolossale Bauten ohne Hilfe derDampfkraft bewältigt worden sind; aber wenn man in Anschlagbringt, daß Menschenhände in genügend großer Zahl dieselbeWirkung wie der Dampf Hervorbringen können (wenigstens wasden Lastentransport anlangt), und daß zu jener Zeit Arbeitskräftenicht entfernt den Werth von heute hatten, so wird man zwarimmer noch den mechanischen Kenntnissen der ägyptischen Bau-meister seine Anerkennung nicht versagen, aber die Vergeudungvon Zeit und Arbeitskraft an solchen eitlen Grabpalästen de-spotischer Pharaonen bedauern. Die Werke der römischen Archi-tektur rufen durch Großartigkeit und Pracht nicht minder alsdurch Zweckmäßigkeit der Anlage unsere Bewunderung hervor;aber in noch höherem Grade ist das der Fall mit den Restender griechischen Baukunst. Mit Recht hat man daher diese, seit-dem sie durch genaue Untersuchungen, Messungen und Aufnah-men bekannt geworden sind, als das beste Studium sür den Ar-chitekten betrachtet; und wenn derselbe auch heut nur selten ein-mal in die Lage kommt, im griechischen Stil zu bauen, so wirder doch nicht umhin können, sein Nachdenken, resp. praktischeVersuche, wo es angeht, vornehmlich zwei halb technischen, halbstilistischen Problemen zu widmen, welche ganz besonders neuer-dings an den griechischen Tempeln beobachtet und lebhaft erörtertworden find.

Das eine dieser Probleme ist die Polychromie der anti-

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