Die Schlacht a» der Grüne am 15. October 1080.
651
ranclus merito, eonclitur in tumulo. Hex illi similis, si regnet temporepneis, eon8Üio, glnäio, non tnit u 6arolo. tzun vicsre sui, rnit Iiio, 8ncrs.vietiinn dsili. Nor8 silli vitu tnit, soelemns eeoiäit. Das Erzgußwerk ist ansich auch technisch wichtig. Lübke schildert — Geschichte der Plastik, 2. Aust.,867 u. 368 — das Bild Rudolf's folgendermaßen: „Der Verstorbene ist inflachem Relief dargestellt, die Züge des etwas runder gebildeten Kopfes typisch,ja noch glotzend starr in strenger Fassung, dis Gewandung reich mit kleineneingravirten Ornamenten bedeckt und gleich den Augäpfeln ehemals mit Edel-steinen geschmückt. Die Ohren sind noch fast volutenartig schematisch; derMund ist fast gar nicht bezeichnet; die Hände haben sehr lange, dünne, ge-spreizte Finger, welche Scepter und Reichsapfel mühsam halten. Die Gestaltist schlank und fast hager"""). Auch das in einem engen hölzernen Kästchenliegende Knochengestell der abgeschnittenen Hand Rudolf's wird noch im Domgezeigt.
Für die Ansetzung der Stelle der Schlacht kommen die Angaben Bruno'sund daneben die der Xnng-Iso ?ögavisn888 in Betracht. Sie weisen die Oert-lichkeit des Zusammenstoßes ganz an den Bach Grüne, einen rechten östlichenZufluß des Flüßchens Rippach, den lleberrest der palv8 guas vocatur Krona,Bruno's. Die Ränder der östlichen rechten Seite der Einsenkung des Grune-Laufes, die das niedrigere linke User überragen, begrenzen eine von Hohenmölsenher — von der Westseite — sich ausdehnende Fläche. Hier stand also Hein-rich IV. auf der rechten Seite der Grüne, durch deren damals sumpfigen Thal-grund von dem aus dem Westen herankommenden Heere Rudolf's getrennt,anfangs in günstigerer Stellung, etwa bei den Dörfern Grunau oder Böhsau.Rudolf's Heer mußte, um sich dem Feinde annähern zu können, südlich umdie Quellgegend der Grüne herum eine Umgehung ausführen, etwa drei Kilo-meter südlich von Grunau. Heinrich IV. folgte jetzt mit seinem Heere dieserBewegung des Feindes, und so kam es, etwa bei den Dörfern Stein-Grimma,Queissau, südlich von Dobergast — ungefähr dritthalb Kilometer südöstlichvon Grunau —, zum Kampfe. Etwas mehr als vier Kilometer östlich vondiesem muthmaßlichen Kampfplatze fließt die (weiße) Elster, an deren linkenSeite, wohl um Pegau herum, Heinrich's IV. Lager aufgeschlagen war, undnach dieser Seite ging die Flucht der Königlichen.
Diese Erklärung gab ich 1881, nach einer durchgeführten Besichtigung, fürdas Schlachtfeld, Forschungen zur deutschen Geschichte, XXII, 215—217, undso viel ich sehe, hat sich die Forschung dem dort gebrachten Vorschläge, dieBezeichnung „Schlacht an der Grüne" zu wählen, allgemein angeschlossen.Vorher hatte Landau, Die Schlacht bei Gronau (Correspondenzblatt des Ge-sammtvereins der deutschen Geschichts- und Alterthumsvereine, X — 1862 —,38 u. 39), das Dorf Grana, zwei Kilometer westlich von Zeitz, links von derElster, zur Erklärung herangezogen. Dagegen nahm E. Schäfer, Die Schlachtan der Elster (Programm des Progymnasiums zu Weißenfels, 1879, 11 u. 12),zumal aus der Ursache, weil die Elster erst bei Zeitz die von Bruno be-schriebenen hohen Ufer habe, für die Schlacht das Terrain nördlich von Zeitzin Anspruch. Beide Stellen liegen etwa anderthalb Meilen südlicher, als dasFeld der Schlacht an der Grüne. Aber schon die Nennung von Mölsen inder Schilderung durch die Xnnals8 kegavisn8S8 führt nothwendigerweise andis nördliche Stätte, ebenso die Angabe über den von da ganz direct östlichgehenden Weg der Flucht.
Floto, Kaiser Heinrich der Vierte und sein Zeitalter, II, 226—229, suchte
22) Der schon in n. 12 erwähnte Brotuff, XXI, weiß, daß Rudolf „under dem Chore inder Krypta in einem kleinen Gewelblein begraben" lag. Vergl. die Abbildung des Denkmalsbei Puttrich, Denkmale der Baukunst des Mittelalters in Sachsen, II, 1. Band, Merseburg,Bl. 8. Text 18 u. 19, sowie Dethier, Neue Mittheilungen aus dem Gebiete historisch-antiquarischerForschungen, von Förstemann im Namen des Thüringisch-Sächsischen Alterthums-Bereins heraus-gegeben, I, 2 (1834), 22—33, ferner neuestens — 1883 — Beschreibende Darstellung der älterenBau- und Kunst-Denkmäler der Provinz Sachsen und angrenzender Gebiete, VIII (Der KreisMerseburg), 144 u. 145 (mit späteren, allerdings quellenmäßig nicht beglaubigten Angabendarüber, daß pietätlose Veränderungen an der Grabstätte oorgenommen worden seien; das Denk-mal, in der Vierung des Domes, ist nicht über der sogenannten Grabkammer Rudolf's, sondernum 2,38 Meter westlich in die Vierung hineingeschoben).