Die Schlacht an der Grüne am 15. Octobsr 1080.
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der Bischöfe, beim langsamen Vorrücken; der Mangel an Fußkampfern bei denSachsen ist ergänzt durch Absteigen aller nicht mit kräftigen Pferden ver-sehenen Reiter. Dann folgt die Hauptstelle für die örtliche Ansetzung derSchlacht: kilxsreitus untern utsrgne uä paluctsin gnas voeutur (Ironu eonvsne-runt, st gnirr sine vacko palns est, exsreitus rrinstc» ckubituutss ibi 8nlrstitsrunt —unter gegenseitiger Herausforderung, ohne daß ein Theil sich in Bewegungsetzt —: Vanäem nostri oaput ip8iv8 palncii8 non lange 8888 cogno8esnte8,ucl illnä tsuüedant; guo vi8v, eontrarii asguo itinsrs ucl eunclem terininninpaluckto psrgsliant; iüi enra in tut» conveniWent, oon8erusre rnann8 et utrrm-<^ue tseerunt mi8era1>iis kuoinu8. Jetzt flieht Heinrich IV. sogleich nach An-sichtigwerden des Handgemenges — eiout eolitrw erat, während sein Heer denSachsen tapfer zusetzt, so daß bei dem Weichen Einiger schon die falsche Nach-richt von der sächsischen Niederlage im königlichen Lager sich verbreitet unddie Bischöfe das Vs Oeunr luuclainu8 anstimmen. Aber die den erschlagenenRappodo — unu8 Os 8uinnri8 iirinoipidr>8 2) — in das Lager Bringenden rufenschon: Vugits, tugite! Die Wendung ist durch den ckux Otto pruäsn's in stell» —rulmuupts, psckitum tuianrr — entstanden, der die Verfolgung der vorher sieg-reichen Feinde aufnahm und nicht eher ruhte, als bis er seinen Erfolg voll-endet sah: eo8 per insäis. oa8tru testinantss tluvium 8ati8 ouin perioulo —den Verlust betont der nächste Satz — tran8i88s corwpexit; darauf hielt er dasbeutelustige Fußvolk von der Plünderung des Lagers zurück: timsn8 ne uäduodo8te8 aiigui p»8t tsrgu remansisoent — und führte dasselbe wieder zumlaous proelii, wo er den schon triumphirenden und Lxrie sls^8ou singendenIleinrious äs I-acliu^) fand. Diesem wollte Otto anfangs ausweichen: noneam turdain 8e viäit lindere, oum gua eum tautn legione putaret tutumpugnare, besann sich dann aber Muth fassend anders und trieb jene in dieFlucht: oiunidue aut in tluvio inersi8 »ut ultra tluvium tügatie, worauf er inWorten, die Bruno in directer Rede einfügt, die Erlaubnitz zur Plünderungdes Lagers gab. Dann wird die ganze Beute aufgeführl: guiegllicl.. . eetsri-que clitis8imi doininsb secuin partavsrant, guieguick in Lrpste^ort rapusrant^).Mit o. 123 schildert Bruno zuerst das Ungemach der Flüchtigen in üuvio,8ilvi8, paluüidu8^), unter besonderer Ausmalung der Schwierigkeit, über dieElster zu kommen, wobei ganz anschaulich die berittenen Flüchtlinge in ihrenAnstrengungen vorgeführt werden: stlrgo quieguiü Iln8tro«1, udi vioti sumu8,in no8 peeoavit — am 9. Juni 1075 —, Llgtsra pro nodi8 ciuplioitsr vincli-oavit. Von den Flüchtigen sielen manche — guain plurimi tstrtee viri —durch die Bauern; weitere — inulti nobilea et illu8trs8 — wurden von ge-wöhnlichen Leuten gefangen, wobei sie allerlei zu leiden hatten, während anderegute Behandlung erfuhren. Von Kampfführung in Sachsen wollen sie nichts
2) Ueber diesen bairischen Grafen Ratpoto von Cham vergl. schon Bd. I, S. 168, Bd. II,S. 192 in n. 8, sowie besonders Riezler, Geschichte Baierns, 1, 544 n. 1, 874. In Bd. II,S. 580 n. 168, wurde abqelehnt, daß dieser Graf von Cham mit dem Rapoto, der zwischenHeinrich IV. und Gregor VII. als Unterhändler, besonders 1077 (vergl. 1. o., S. 773 ff.), handelte,-identisch gewesen sei. Zwar meint Giesebrecht, III, 1165, hier zur Todesnachricht nochmals inden „Anmerkungen", daß es sich so verhalten habe, zumal wegen der Stelle in der Vita 6rs-eoiii VII. des Paul von Bernried, e. 58: liapoto. gui nimirum proptor «an§uini8 sui uodili-ratsm st worum Iwnsstatom in rsxsm a xoxulo sxpstitus 0886 asssritur (Watterich, VontitleumRoman, vitas. I, 506); aber da erscheint der hier 1080 — angenommen, Giesebrecht schließerichtig — gegen Rudolf in der Schlacht Gefallene mitten unter den Stützen des PontificatesGregor's VII. erwähnt.
3) Graf Heinrich von Laach wurde nachher Pfalzgraf von Lothringen, als welcher er —Heinrich II. — seit 1085 erscheint: vergl. die Bonner Dissertation von M. Schmitz (1878), DieGeschichte der lothringischen Pfalzgrafen bis auf Rorrrad von Staufen, 34 u. 35, 74 ff.
4) Bei Anlaß der Nennung dieser Beute führt Bruno als Theilnehmer am königlichenHeerzuge die spiseoxi l^olonisvsis, ^rsvsrsnsis st alii tsre quatuoräsoim auf, ferner äux
5) Aus den Worten: nulli 68t eroäibiis, umi oui oontigsit Iiaso omnia loca prasssntialitsrviäsrs ist wohl zu schließen gestattet, Bruno sei selbst auf dem Schlachtfelde anwesend gewesen,vielleicht auch schon 1075 in der Schlacht bei Homburg, obschon hier die Sache weniger sichersteht, indem — in der Gegenüberstellung von Unstrut und Elster — Bruno auch als Vertreterdes ganzen sächsischen Stammes reden mag (vergl. S. 338). Freilich stimmt gerade die Schil-derung der sx utragus xarts ripas für die Elfter, bei der Erzählung vom Uebergang der Reiter,Nicht so recht zur Beschaffenheit dieses — bei Pegau — nicht tiefer eingefchnittenen Flußlaufes.