Fraw:
Meine Männer, jhr begert gar zuuil auff ainmal, ichkan nit glauben das mein Mann vmb souil schicke, s30^dann es ist sonst sein brauch nit, so waißt er wol, daswir souil sachen nit haben.
Die Sani schreyen hinauff:
Es sey ainmal also, daß sy der Herr geschickt habe.
Fraw:
Weils jhe mein Mann haben wil, so wartets einwenig, ich wil hergeben was ich Hab.
Fraw:
Da habt jr allerlay zeug vnnd Labung für dieKrancken ins Spital, wvllets also meinem Herren gebenvnd znestellen.
Die Seel des seligsterbenden Menschenwirdt durch ain Engel der Heyligen Dreyfaltigkait fürgefüert,vnd singen die Engel nachuolgend gesang:
llustorum animw iu manu Del sunt vt non taufetillus tormentum mortis. 8ap. 3.
Auff Deutsch:
Die Seelen der Frommen seind in der Hand Gottes,vnd kaine Pein des Tods mag sie berüeren. Sap. 3.
Der Herr kompt mit dem Doctor von denKrancken, der Doctor sagt:
Mein Herr, jr habt mich heut zu Gast lassen laden,dieweil ich aber sihe, das jhr von Ewers abgestorbnenNachbers wegen, so jetzt verschiden, sehr trawrig vnd be-trüebt, wil ich Euch jetzt mit rhue lassen, vnnd sag Euchs31"j gar grossen danck, wil etwan ain ander mal zueEuch kommen, dann es gelüst mich heut auch nit vil guetenmuet zehaben.
Herr:
Es ist wol wahr, vnd dieweil jrs selbst also erkennt,so laß ich mirs auch gefallen vnd behüet euch Gott!