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Speculum vitae humanae : ein Drama ; 1584
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s27^j Haußvatter:

So wartets ein wenig, ich wil Euch gleich aufflassenihnen.

Der gefrassig Knecht spricht zu den Bilgramb:Gehet herein, jr Pettler.

Der Knecht setzt sich vor dem Hauß nider vnd sagt:

Das ist heut schon das drittmal, das ich jß, zumorgens früe Hab ich ein grosse Pfannen mit Mueß auß-gessen vnnd einen gueten grossen Laib brot darein geprockt,zum Mittagmal Hab ich ain Suppen vnnd ain Stuck fleischdarinnen vngeferlich von fünfs Pfunden gehabt, des ichalles allain auffgessen, ohne was das Kraut, Schweinen-fleisch vnd die Milch ist. Item zu der Merend Hab ichda ein guets Stuck Pratens, so heut von meines HerrnTisch vberbliben, ich traw mirs auch noch wol zu essen,dann ich furcht zum Nachtmal werde mir nit vil vonmeines Herren Tisch vberbleibcn, dieweil wir solliche Gestim hauß haben, dann ich waiß wol, sy werden mit meinemHerren müessen Essen, er ist wol so nötlich mit sollichenlcuten.

Der Knecht spricht zu den Sani:

Eh so freßt, das Euchs Hertz abstoß, jr losen Schelmben!

s28"j Ter fmlfft Actus

ist das viert Merck d?r Barmhertzigkait: als die Nackendenklaiden, mit der fünfften Todsünd: Inuickm, das ist der Neid.

Der Pettler spricht:

O mein Gott, wie bin ich den vergangnen Winter sohart erfroren, vnnd ob schon der Winter fürüber, so binich dennoch so Nacket vnd bloß, das ich mich des Vnzifersbeh diser hitz auch nit entwehren kan, ach das etwan ainfrommer Mann kam, der sich vber mich erbarmete vnndmir ain Stewr mitthailet.