leyden bewögen thuet, wie dann kain tag im Himmel hin-gehet, das wir die fürnembsten von der Statt nit zusamenkommen und beratschlagen, das man der Armen Gemainzuhülff kommen möchte.
Weib:
O mein Herr, wie mögt jr Euch vmb solliche suchenbekümmern, wann wir in unserem Hauß genueg zu essenvnd zu trincken haben, was dürfft jr Euch vmb anderelcut annemen.
Herr:
O liebes Weib, ich sihe wol das du dich vmb diearmen Leut wenig bekümmern thuest, sonder nur deinerstinckenden Hoffart (die ich dir nit abziehen kan) auß-wartest, jederman thuest du verachten, gedenckest nit dasvnser lieber Herr Jesus Christus, als er aufs diser Weltgewesen, sich der Armen in sonderhait angenommen, dannwie der Enangelist Johannes am sechsten schreibt, da erober das Galileische Meer fuer, vnd jhme vil Volcks, alssünff Tausent Männer, nachuolgeten, Sy aber nichts zuEssen hetten, erbarmet sich Jhesus über sy vnd schueff,das Sy sich nider setzeten, es Ware aber nit mehr ver-handen als sünff Gersten Brot vnd s 18 "j zwecn Bisch, alsouam Jesus die Brot vnd, wie er danck gesagt het, thailetEr sy anß, denen die sich gesetzt hetten. Dergleichen auchvon den Bischen, wieuil als sy wollen, da sy aber satwaren, sprach er zu seinen Jüngern, leset die übrigenstücklein zusamen, das nichts verloren werde, da sambletenSy vnd füllcten zwölff Körb mit Stücklein von den sünffGersten Broten vnd zwayen Bischen, die vbrig blibenwaren, darauß Christus vus zunerstehn geben wüllen, wasman den Armen thuet nichts daran verloren werde, sondernman nur daran gewinnet, wie solches an den zwölff Körben(so vil mehr als die sünff Gersten Brot vnd die zweenBisch gewesen) abzenemen, Gott auch durch sein Allmechtig-kait dann täglich solches gegen vns armen Sündern er-zaiget, noch sich das liebe Getraid, vnd was sonst zu deßMenschen Narung aufs dem Feld wechst, nit allain imsäen, wachsen, maalen, wunderbarlicher weiß mehret, das