28
den doch der Graf selbst dämpfte, oder sich seinerPerson nach Gefallen versichern nnd über ihn ver-fügen können, so lang er sein Gast auf seinem SchloßMiddleham war. Der sichtliche Mangel an Vor-bereitung und Vorbedacht — was eben zur hastigenFlucht aus England den Baron mit zwingenderNöthignng trieb, unter dessen Banner wenige Mo-nate .später sechzigtausend Mann zusammenström-ten, beweist, daß die Ursache seiner Feindschaft frischund unvorhergesehen war.
Wenn daher die bezeichnet Veranlassung, sowie Hall und Andere sie angeben, als die wahr-scheinlichste sich darstellt, die wir finden können (undkeine andere Veranlassung zu einer so Plötz-lichen Feindseligkeit läßt sich entdecken), so mußder Zeitpunkt derselben so angenommen werden, wiees in diesem Buche geschehen ist, unmittelbar nem-lich vor der Empörung des Grafen. Die nächste Frageist: Wer wohl die so beleidigte Dame möge ge-wesen seyn, ob eine Nichte oder eine Tochter? EineNichte schwerlich. Denn Warwick hatte Einen ver-heiratheten Bruder, Lord Montage,, und mehrereSchwestern, aber die Schwestern waren vermähltmit Lords, welche Freunde Edwards blieben,* und* -Ausgenommen die mit Lord Fitzhugh und Lord Oxford