durchaus nicht wohlfeil wie Brambeeren, sucht sichmenschlich ilnd künstlerisch iimner gleichzeitig auszit-sprechen.
Das war ein wunderbar leltchiender Sommertagdes Jahres 188 als ich in der Morgens Ehe, einerliebenswürdigen Einladung des entschlafenen, edlenMeisters folgend, aus Bonn, der zierlichen rheinischenWissenschaftsmetropole, meinem damaligen Wohnorte, inder rheinischen Künstlerresidenz, dem schönen, garten-reichen Düsseldorf eintras. In dem dichten saftigenLaube der alten Alleen und aus den bewegten Wasser-flächen der Hellen Teiche, Kanäle und Bassins, womitRhein und Düssel die breiten, luftigen Stadtstraßenbeleben, zauberte die. goldene Jnlisvnnc die herrlichsten,eigenartigsten Lichteffekte hervor. In dem ichatrenküblenHofgarten dufteten die Blumenbeete, und Blütchen undlachteu und spielten dichte Schaaren von kleinen,buurgeputztcn Menschenblumen, die aussprassender-,lilipntanischen Epigvnenheere unserer Generation, dieaus dem saftigen, grüben Rasenteppich gar ergötzliche,unbewußte, mannigfaltige Genrebildchen inscemcrten.
Es war ein wundervoller Tag. Natur uud Menscheuschielten durch ihr Wesen und Wirken dein fremden Be-sucher schon gleich beim Eintritt in die schmucke Stadtdie Thatsache illustrieren zu wollen, das; er sich hier ineiner Künstlerheimar befinde.
Ich besaß damals nur vereinzelte Beziehungen zuden Düsseldorfer Malern, kannte auch Bendemann nichtpersönlich, sondern nur vom Hörensagen, durch eine kurzeKorrespondenz und sein nn Kölner Museum bangendesGemükde:,DietranerndeuJudenstsenc ergreifende, erhabeneFarbcnnmdichtting des unsterblichen Elends emes unsterbliehen Kulturvolkes. Die Bedeutung des Meisters für dieDüsseldorfer Schule, seine kunfthistorische Stellung imAllgemeinen, feilte Würden als Direktor de" Düsseldorfer Akademie, als Professor und Ehrendoktor, Mit-glied der hedentendsten in und ausländischen Gesellschäften der Ritter vom Geist und Inhaber dieser oder
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