sagt uns, das; außer 1!> Oelportraits und 20 diversenandern Blattern, weiche sich in Prwatbesih besmden,sänrtliche AnsstellnngSgegenstände Eigentnni der Witwedes Verstorbenen, der Iran Direktor ib Beudeniann inDüsseldorf sind, fürwahr rin künstlerischer Nachlaß Besitzder den Neid des größten Museums «wecken könnte.
Von bedeutendem Jitteresse und Werte/ namentlichfür den Kunstnistwiker, sind die den meisten Werkenbeigegebenen Entstehungsdaten. Man kann daraus dieSchöpferthätigkeit Bendemanns bis Zn stinem letztenWerke/ dem Oelpvmrait Von Gottfried ^chadow, welchesnoch im Jahre l88n gemalt wurde, Ziemlich eingehendverfolgen und die erfreuliche Thatsache bewahrheiteterhalten, das; der Meister seine poetische Prodnttions-krakr und Erfindungsgabe sich bis Zum Ende lebendiglind frisch zu erhalten wußte. Und:
„Das ist daS Schwerste in der Kunst:
Sich Zn erhalten der Muse Gunst ch
Bevor wir uns jedoch in die Betrachtung der ansgestellten Kunstschätze versenken, sei es mir. vergönnt daspersönliche, rein menschliche Wesen des geschiedenengroßen Mannes dem Versuche einer Wiederbelebung zuunterziehet». Bendemann hat in Düsseldorf seine meistenLebcnssahre verbracht. Trotzdem ist er der Mehrzahlseiner Eompatrioten in den letzten Dezennien säst ansdein Gesichte entschwunden gewesen. Neigung, körper-liches Befinden und Charakter: führten ihn von selbst inseiner letzten Lebenszeit zu immer größerer Zurückge-zogenheit, und seine künstlerischen Anschauungen undUeberzeugungen lagen mit dein modernen G'eiste derMalerei zu sehr im Streit, als daß er ans ihnen Anlaßgenommen hatte, seine sclbstbefricdigcnde, schöpferisch er-sprießliche Einsamkeit gegen die nebrisch bewegte, tastendeund haftende Arena moderner Oesfentlichkeit zu ver-tauschen. Bei wenigen Malern aber ist der Menschmit dem Künstler so innig verbunden und das Wirkendes Letzreren so unvollkommen ohne Kcnuknis des Erstepenzu verstehen, als bei Bendemann. Er war eben einechter, wahrer Künstler und em solcher, zn allen Zeiten