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Dr. Thomas Murners Ulenspiegel
Entstehung
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Abhandlung über den Ulenspiegel.

Oppenheim. 1494 in 4. 1 ) Von demselben wurde er jedoch zueinem Widerruf zu Köln 1497 September 16 gezwungen 2 ). Spä-ter musste er Frankfurt verlassen 3 ), weil er den Orden der Francis-caner in seinen Predigten gelästert hatte, besonders den Barfils-ser Hans Sprenger (oder Spengler) 4 ). Es ist schon obenerwähnt, dass mit ihm Tb. Murner aus Frankfurt vertriebenwurde, wobei es allerdings räthselhaft ist, wie dieser Francisca-ner auf der Partei der Gegner des Barfüsserordens gestandenhaben soll.

Eine wenig und, Wie es scheint, in Bezug auf Murner garnicht beachtete Schrift ist die folgende :

"Ain kurtzi anred | zu allen myfzgunstigen Doctor |Luthers und der christen | liehen freybeit. Es folgt ein Holzschnitt,welcher sechs Männer in langen, grüsstentheils geistlichen Ge-wändern darstellt, von denen fünf, deren Namen in der folgen-den Anrede bezeichnet werden, Thierköpfe tragen; am Schlüssesteht: "I A hat es gemacht, da er fröhlich was. 1522. EinBogen in 4. 6 ) Die Schrift beginnt mit einer Anrede an dieFeinde Christi und des Dr. Luther, zunächst den Th. Murnerund den obgedachtenKreter Wedel. Es wird dann angeführt,wie Murner in einen Drachen, Weddele in eine Sau, Einser ineinen Bock, Dr. Dann in einen Eselskopf, Alexander in einenLöwen verwandelt sei, und Eck mit einemQuasten-Wedelversehen. Diese ganze Anrede ist mit Ausnahme der Anführungder verwandelten Personen lediglich eine Uebersetzung des Schlus-ses des Murnarus Leviathan. Hierauf folgt auf 3 Seiteneine gereimte Anrede an die vorgedachten Personen. Wir kön-nen nicht angeben, ob die Buchstaben I A am Schlüsse für dieInitialen des Namens des Verfassers zu halten sind, und anwen dahei zu denken sein könnte.

1. Panzer II. 243. 2. S. Bzovii annales ecclesiastici a. 1502. Die

Epp. obs. vir., die seiner wiederholt gedenken, nennen mehrere seiner Werke,und sprechen von einem Widerruf seiner Schriften zu Heidelberg, s. Epp.obsc. viror, ed. Münch p. 158 und 178. Vergl. daselbst Beilage S. 554.3. S. Schröckh Kirchengesch. XXXIII, S, 384 ff. 4. MS. chronic. Domini-canorum, angeführt von A. Kirchner Gesell, der Stadt Frankfurt I. 516.5. Panzer Ann, II. S, 88 führt die Schrift an, welche er nur aus HirschMillen. I, p. 20 kannte.