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Abhandlung über den Ulenspiegel.
letztem Abschnitte, dass er es “zu Frankfurt am Main anfänglichdichtet zu Latein”. Die erste Entstellung dieses Werkes mussaber in seine frühere Lebenszeit fallen, da er schon in der N'ar-rcnbeschwerung Abschnitt 17 von demselben spricht. Beide Ge-dichte landen schnellen Beifall, und wurden bald und wieder-holt aufgelegt. Auch dem Kaiser Maximilian gefiel das ersten;Gedicht, welcher es “das andere Narrenschilf” nannte, und denDichter im nächsten Jahre zu sich bescheiden wollte. ') Ob dieAnforderung an ihn gelangte, und oh er hinging, ist uns jedochunbekannt, wohl aber sehen wir, dass der errungene Beifall un-sern Poeten zu immer ausgelassneren und nachlässigeren Arbei-ten verführte.
Im Jahre 1514 gab er sein Gedicht heraus: “Ein andech-tig geistliche Badenfarl... in dem Bad erdicht, gelertund ungelerten nützlich zu bredigen und zu lesen;” gedrucktbei J. Grüniuger zu Strassburg. 2 ) Die geistlichen Uebungen derChristen werden hier, in der Absicht, die Misbräuche der Geist-lichen zu tadeln, aber häutig in der unschicklichsten Weise, miteinem Bade verglichen, ein Glcichniss, welches bis zur Ermü-dung auf fünfzehn Bogen durchgeführt wird.
Diesem Jahre gehört auch die “Geuchmatt” an, welcheer dem Buchdrucker Ilupfuff um 4 Gulden verkauft hatte, derenDruck ihm jedoch von dem Magistrat zu Strassburg untersagtwurde, weil die dortigen Franciscaner besorgten, dass etwas gegensie darin enthalten sei. 3 ) Mit Sebastian Brant muss ein gutesVernehmen wieder eingetreten sein, da Murner sich an diesenwandte, um die Rücknahme des Druckverbots zu bewirken, wel-che jedoch nicht erfolgte. Sie wurde erst später (1519), ver-
Datum, vielleicht vor 1514. S. Panzer Zusätze S. 140. Vun neueren Aus-gaben und der lateinischen Ucbersetzung des Johann Flilner: Nebulo nebu-lonum 1620 sq., so wie einer holländischen, s. Flügel Geschichte der komi-schen Literatur ßd. 111. S. 191 Hgd. Grässe Allgemeine Literärgeschichtc.lid. III. S. 587.
1. J. Wcncker Apparatus et Instr. Archiv, p. 16. 2. Exemplare hier-
von befinden sich zu Wien, zu Güttingen, zu München und auf der Stadtbihlio-thek zu Lübeck. Eine spatere Ausgabe erschien zu Strassburg 1518. 3. Rub-
ric h a. a. 0. S. 591.