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Abhandlung über den Ulcnspiegel.
Krakau, wo er die Studenten, welchen die Logik nach den ,un-geniessbaren Scliriftcn des Petrus Hispanus gelehrt wurde, durchdie von ihm erfundenen Spielkarten in dieser Wissenschaft zufordern suchte. Seine Erfolge hierin überraschten die dortigeUniversität so sehr, dass er in den Verdacht der Zauberei ge-rieth, und es wurde auf derselben zu seiner Rechtfertigung einAttest ausgestellt. In diesem Attest, welches übrigens schoneiner früheren Zeit angeboren konnte, wird erwähnt, dass Mur-ner in Krakau studirt. (filium nostrae Universitatis Cracoviensis),so wie, dass er dort einen akademischen Grad erlangt habe (innumerum nostrum promovimus); sodann wird in derselben be-zeugt, dass die Zeit von einem Monat seinen Schülern zum Stu-dium der Logik genügt, er denselben jedoch einen Eid abgenom-men habe, sein Geheimmittel für die nächsten zwei Jahre nichtzu verralhen. ') Hat er diese Periode abgewartet, oder nicht —im Jahre 1507 liess er bei J. Haller in Krakau erscheinen seinChartiludium logice seu logica poetica vel memorativa cum jo-cundo pictasmatis exercitamento.' 1 2 ) Dieses war also ein wun-derlicher Versuch Murners, wie er früher mit dem römischenRecht gethan, die Logik der Jugend in Versen, Bildern undSpielkarten beizubringen. In der Vorrede sagt er, dass er be-reits in Freiburg hierüber gelesen.
Das obengedachte Schreiben des Franciscanergencrals enthältam Schluss den Befehl an Murner, auf der allgemeinen Ordens-Versammlung am nächsten Pfingstfeste zu Rom zu erscheinen. 3 * S. )Nehmen wir an, dass Murner diesem Gebote gefolgt sei, blickenwir auf den vorgedachten muthmasslichen Aufenthalt in Wien,
1. S. Mcnestricr Biblioth. curieuse et instructive, Toni. XI. pag. 186
und Marchand a. a. 0., bei welchem auch viele Notizen über ähnliche Kar-
ten- und Würfelspiele zur Unterweisung in Künsten und Wissenschaften ge-sammelt sind. 2. Ebert Nr. 14594. — Brunet Manuel du libraire. — Spä-ter ist jene Schrift wieder aufgelegt Argentine 1509 in 4., welche Ausgabe in
den Bibliotheken zu Wien, Berlin, München nnd Wolfenbüttel vorhanden ist.Eine dritte Ausgabe erschien durch Thomas Vaudact, Brüssel 1609 in 8.,und eine vierte zu Paris: opera, notis et conjecturis J. Balesdens 1629 in8 c. fig. (vorhanden in der Göttinger Bibliothek.) 3. S. dasselbe hei Waldau
S. 44 tlgd., welcher in dem Schreiben jenen Befehl gauz verkennt, und fürItoniae : Bomanae druckt.