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Dr. Thomas Murners Ulenspiegel
Entstehung
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Spätere, dem Ulenspiegel verwandte Bücher.

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stimmen in beiden Bearbeitungen tiberein, es sind nicht meh-rere, und sind in gleicher Folge. Die hochdeutsche Bearbeitungist weitläufiger, die Reden ausführlicher, aber zuweilen wörtlicheUcbcrtragung. Zu beachten ist, dass die letzten 36 Zeilen derhochdeutschen Bearbeitung in der niederdeutschen durch die vonWolf Seite 49 angeführten Schlusszeilen ersetzt sind. In demniederdeutschen kommt die Bezeichnung des Klosters nicht vor,die im hochdeutschen in den obenerwähnten 36 Schlusszeilenund vorher einmalIn denmarck bey Helsinghore sich findet.

Die nächste Ausgabe dürfte eine Nürnberger sein, durchFriedrich Gutknecht o. J. in 8.; von dieser befindet sich einExemplar in der Ministcrialbihliothek zu Celle. Derselbe druckte1554 80.

Eine andere Nürnberger Ausgabe durch Valentin Newter,welcher zwischen 1550 und 1582 druckte, hat F. Wolf a. a. 0.beschrieben. In diese Zeit fällt auch schon die älteste englischeUebersetzung. Der Buchdrucker John Aide erhielt 1568 bis1569 die Erlaubnis, ein Buch zu drucken, betitelt:FreerRusslte.) Dieser Abdruck mag es gewesen sein, welcher sich1575 in der für Volksbücher so lehrreichen Bibliothek des Ca-pitain Cox zu Coventry fand. 2 ) Dieser englische Text war ver-mutlilich, wie seine Nachfolger es sind, in Prosa, während allebekannten deutschen Ausgaben gereimt sind.

Eine Ausgabe zu Magdeburg durch Wilhelm Ross erschien1587.

In diese Zeit gehört auch schon eine dänische Uebersetzungunter dem Titel:Om Munken Rus. 3 )

1620 erschien eine Ausgabe derHistorie of Frier Rush,zu London gedruckt durch Edward Aide, Sohn des obengenann-ten John Aide. Diese enthält unseres Wissens zuerst die oben-gedachten dem Ulenspiegel nachgebildeten Zusätze. Sie wurde1810 in wenigen Exemplaren und hernach 1820 von W. J.Thom in seiner:Collection of early prose romances ab_gedruckt, welche R. O. Spazier 1830 übersetzt hat. Edward

1. S. J. P. Collier: Register of the Stationers company 1557 1570p. 199. 2. Shakespeare society papers. Vol. IV. p. 20. 3. S. Nyerup:

Almindelig Morskabslaesning, S. 239 und F. Wolf a. a. 0.