Abfassung des Huches.
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gesorgt werden, was die Hansestädte sich sehr angelegen seinliessen. Einen Beweis davon finden wir in den Beschlüssenjener Städte vom Jahre 1321'), welche besonders sich auf dieunordentlichen und verlaufenen Knechte, wie man damals dieGesellen und Burschen nannte, beziehen. Wie wenig die Ver-hältnisse der Lehrlinge zu den Meistern im nächstvorhergehen-den dreizehnten Jahrhunderte geordnet waren, ersehen wir unterAnderem aus einem Lehrcontracte, welchen im Jahr 1273 zuWismar ein Lehrling mit einem Schustermeister auf zwei Jahreabschloss. 1 2 J Selbst die Morgensprachen der Aemler (maneloquia 3 )wurden in dieser Stadt erst 1345 angeordnet und dürfen wirdaher annehmen, dass sie in den andern Städten nicht vielälter waren.
Herbergen der Aemter, wie ihrer oben in der Hist. XIX.gedacht wird, finden sich zu Lübeck für die Böttcher schon imJahr 1289: "domus, in qua morantur dolifices.” Für die Schu-ster ist ein ähnliches Gebäude in Hamburg 1262 nachzuweisen,welches den Namen der Hülle führte. 4 ) Bemerken wir hier auchnoch, dass Tagefahrten besonderer Gewerke auch in den rhei-nischen Städten gehalten wurden, wie 1352 zu Worms eine vonden Bäckern der umliegenden Städte gehalten ist. 5 ) In dennordischen Städten wurden diese Zusammenkünfte noch bis in’svorige Jahrhundert fortgesetzt. 6 )
Durch die Folgerungen, welche aus diesen Thatsaohen sichergeben, werden wir, wenn wir dem Treiben des Ulenspiegeleine historische Grundlage anweisen, dazu geführt werden, diesein den Anfang des vierzehnten Jahrhunderts zu legen, welcheseine Zeit der fahrenden Handwerker, wie der fahrenden Sänger
1. Urkundliche Geschichte der deutschen Hanse. Nr. 129. Vergl. Kose-garten a. a. O. S. 135. 2. B u rm e i s 1er Alterthiimerdes Wismarschen Stadt-
rechts. S. 30. 3. Siehe Burmeister a. a. 0. S. 19. Vergl. auch Ort-
loff a. a. 0. S. 53 flgd. 4. Siehe Zeitschrift für Hamburgische Geschichte,lid. I. S. 357. Auch zu Lübeck war ein infernus, s. Melle’s Lübeck. S. 24.
Zu Pölde befand ebenfalls sich curia domus quae dicitur infernus. SieheFritsch Geschichte von Quedlinburg. S. 226. 5. Böhmer Urkundenbuch
der Stadt Frankfurt. S. 625 flgd. 6. Beispiele derer der Bäcker von 1570
bis 1745 siehe bei Burmci s t er a. a. 0. S. 82 — 84.