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Abhandlung über den Ulenspiegcl.
van Luncn, genannt Ulenspcygcll, als Vorsprachen.') Wirfinden hier also einen, wie es scheint, zu Soest ansässigen Zweigeiner ursprünglich verniulhlich adlichen Familie, welche jenen Bei-namen I'iihrte. 1 2 3 ) Doch schon 1337 und 1335 lehte zu Braun-schweig eine Frau UlenspeygeF') und ist also jedenfalls der Fa-milienname für diese Zeit beurkundet. Die alte Handschrift,welche die Braunschweiger Velmigerichls-Ordnung enthält, istvon den Zeitgenossen zugleich zu den Verzeichnissen der Be-straften und Verbannten benutzt, wobei deren Vergehen undauch der Name des Anklägers bemerkt sind. Hier liest mannun Folgendes:
Anno M°CCC XXXV1F factum oft vemeding in fofsalo StiPetri et novae civitatis feria fecunda " ' nicam Jubilate etc.Engelke Lenkener citatus pro mitra (marca?) quam non tulit mu-lieri Ulenfpeygel.
Lenkener war also auf das Vehmgericht gefordert, weil ereine Haube oder wahrscheinlicher eine Mark der Frau Ulenspey-gel nicht gebracht hatte. Dass diese unseres Till Ehefrau war,lässt sich um so weniger behaupten, da einer solchen, wie esscheint, nicht gedacht wird, und auch die Erzählung von der vondem Pfaffen gemishrauchten Frau kaum von einer solchen zuverstellen ist und jedenfalls nicht zu den ursprünglichen Ge-schichten vom Ulenspiegel gehört. Doch konnte hier die Fraudes Claus Ulenspiegel, des Till Mutter, Anna Wibekc gemeintsein, w’elchc dessen letzte Krankheit in Mölln noch erlebte. DieseVermuthung setzt indessen voraus, dass des Till EulenspiegelMutter von dem an der Saale belegenen Dorfe, wohin sie mitihrem alten Manne ausgewandert war, sich nach Braunschweigwenigstens gelegentlich begehen habe. Jedenfalls ist durch dieseNachweisung sein Name in seiner Heimath und zur Zeit seinesLebens, wde unser Volksbuch beides angiebt, urkundlich beglaubigt.
1. Hacberlin Analecta medii aevi pag. 430. 447. 450. 45S. 2. Dicd-
ricli von Lünen erscheint als liatliniarin zu Soest 13S9. s. v. Steinen Ver-such einer Weslphälischen Geschichte. Th. I. S. 240. Theodoricus deLiinen, ordinis praedicatorum domus Susacicnsis. 1483. s. Sei h er ts Lan-des- und Uechtsgeschichtc des Horzogthumes Westfalen. Th. III. S. 172.
3. S. oben S. 2S7. Johann von Luncn war Bischof von Lievland 1272 — 80.