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Abhandlung über den Ulenspiegcl.
mahls verabläumet worden.” — was mit Reimer Cock überein-stimrnt; — indessen eine Hinweisung auf denselben ist dochwobl nicht darin.
Etwa 40 Jahre später gedenkt auch Zeiller in seinem Hei lö-blich durch Hoch- und Nieder Teulfchland. 1674. des StädtchensMölln: “wo Eulenfpiegel, fo Anno 1350 geftorben, begraben liegt,del'fen Monument, fo neulich renovirt worden, zu leben.” Danngiebt er die Grabscbrift so, wie auch Merian sie hat.
Ein ganz besonderes Interesse an dem Eulenspiegel bewährteder bekannte gelehrte Frankfurter Zacharias Conrad vonUl'fenbach, welcher Mölln im Jahre 1710 besuchte. 1 ) Er istin dem Irrllmme, gleich wie Bcrckenmeyer a. a. 0., dassdiese Stadt der Geburtsort Eulcnspiegels gewesen, 2 ) und lässt sichschon zu Bardewyk allerlei von ihm so betitelte Eulenspiegels-Possen und Gewohnheiten der Einwohner erzählen. 3 ) Dort au-gelangt sieht und wittert er alle Arten Eulenspiegcl, im Wirthe,an jeder Wand, sogar in der Kirche. Das Volksbuch in platt-deutscher Sprache konnte er nicht linden, doch berichtet er,dass die in Mölln last in allen Stuben hinter dem Ofen anzu-treffenden Bilder desselben, von “einem elenden Albrecht Schmie-rer” zu einem Thaler häutig von dort versandt würden. lieberden Grabstein selbst berichtet er Folgendes von den älteren¡Nachrichten Abweichendes :
“Wir besahen erstlich an der Kirche, welche auf einer klei-nen Höhe stehet, gleich wenn man die Treppen auf den Kirch-hof hinauf gehet, olmfern der Tlnire das Häusgen, worinnen derGrabstein des Eulenspiegels aulgerichtet und wider die Mauerder Kirche gelelmet, stehet. Er bat sonst bey der Kirche aufdem Kirchhofe selbst unter der daselbst noch wirklich befind-lichen Linde gelegen, weil er aber öfters von bösen Buben ver-
1. S. dessen Merkwürdige Reisen durch Niedcrsachsen, Holland und Engel-land. Th. II. S. G — 10. 2. y. Ko li he Geschichte von Luueuhurg. Th. III.
S. 384, führt an, dass Till zu Gross-l’umpau, einem Dorfe, eine Meile vonMölln belegen, in einem dort noch gezeigten Hause geboren sei. 3. Má-
ncete im Neuen Hannoverschen Magazin 1812 S. 724 hat sich die Mühe ge-geben, nachzuweisen, wie unbegründet die meisten dieser von UH'enbach be-richteten Vorwürfe gegen die Möllner sind.