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Erläuterungen.
müsste im Jalire 1350 wenigstens neunzig Jahre gezählt halten, ttmlmehr, wenn sie in den früheren Historien eine alte Krau genannt wer-den konnte. Es dürfte daher wohl eher in dem Taufnamen des Bi-schofes, als in dem bekannteren des Bislhunies ein Irrlhum verborgensein, und zwar einer der in Handschriften so häufigen, welche ent-standen sind durch falsche Aullüsung einer Initiale oder Abkürzung.Denn wenn wir annehmen, dass anstatt des vollen Namens nur derBuchstabe II. gestanden habe, so wird dieses am richtigsten zu er-klären sein durch: Burchard III., welcher vom Jahre 1307— 1325Erzbischof von Magdeburg war. Dieser war Edelherr von Querfurtaus dem Hause Schrapelau, von der Linie Lappe, welcher von demHause gewöhnlich benannt wird. 1 ) Ein solcher Irrtlmm lag dem Ver-fasser unseres Textes um so näher, da die Namen Bruno und Bur-chard nicht nur beide im Querfurlischen Stamme sehr häufig waren,sondern jener der ihm bekannteste Name war. Der lelzLe Graf vonQuerfurt, Bruno, war mit seinem Sohne Bruno und Enkel Gebhard1495 und 1496 der Pest erlegen und dadurch dieses Grafenhaus ganzausgestorben, wodurch die Herrschaft Querfurt an das Stift Magdeburgfiel. 2 ) Aber auch die folgende Bemerkung wird für Magdeburg undBurchard entscheiden. Sämmlliche deutsche Texte nennen zu Anfangunserer Erzählung den Greue nflcin und, mit Ausnahme der Aus-gabe vom J. 1519, wiederholen hernach diesen Namen. Diese aberbenennt an der zweiten Stelle den Ort Gcvenekenftein, worin dieniedersächsische Bezeichnung der Burg Giehichenslein nicht zu ver-kennen ist. Die sämmllichen ¡ihrigen deutschen Texte, einschliesslichdes Collier und Augsburger, haben also, nachdem sie das irrige Gre-venstein nachgedruckt hatten, geglaubt, das ihnen unbekannte Gevc-kenslein mit Hülfe des getreuen Johann Ballhorn verbessern zu müssen.Dagegen haben die Anlwcrpener und die älteren französischen Textedie Erwähnung des Grevensteins zu Anfang der Geschichte unterlas-sen und haben an der späteren Stelle die verstümmelten Namen :Genesteyt, Gcnequcstein, Geuequcstoin. Während wir nun in der inder in Rede stehenden Gegend eine Burg Grevenstein nicht nachzu-weisen wissen, ist es bekannt, dass Giebichenstein den Erzbischöfenvon Magdeburg schon frühe zugefallen war. Erzbischof Dietrichwar es, welcher 1363 zu Giehichenslein eine neue Brücke über dieSaale legen liess und das damals verfallene Schloss wiederherslellle.Auch ist von den Erzbischöfen Ernst, Friedrich, dem daselbst 1475verstorbenen Johann bekannt, dass sie häufig auf Giebichenstein Hofhielten. Die beste Bestätigung für meine Meinung, dass vom EB.Burchard III. die Rede ist, liegt darin, dass wir ihn als einen Mann
1. Hoffmann Geschichte der Stadt Magdeburg. Hüben er genealogischeTabellen. Nr. 335. 2. S. Abel’s Chronik des I’ürstenthumcs llalbersladt S.
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