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Erläuterungen.
Diese Erzählung ist die erste, in welcher Ulenspiegels Eigen-tümlichkeit, die boshafte Freude an Wortverdrehungen und Worl-spiclereien erscheint.
Historie XI.
Das Kirchdorf Buddenftede liegt im Ilerzogthuine Braun-schweig, zwischen Schöningen und Helmstedt.
Auch diese Erzählung hat ganz wie die vorhergehende den Cha-racter Ulenspiegels, indem er beinahe als ein verschmitzter Anwaltmit seinen Ein- und Ausreden erscheint.
S. 14 Z. 3: Dein hühfeher Knecht. Murner schildert nir-gends den Ulenspiegel, wie später es bisweilen geschehen ist, alshässlich und misgcslalten, wie Marcolf dargestellt wird. Aus derironischen Bede der Kelnerin lässt sich das Gegenteil noch nicht fol-gern, wohl aber aus anderen Erzählungen, wie Historie XXXIV, welchezu Rom spielt, wo er wiederholt ein schöner Mann genannt wird.
Die Anstellung der Messner, Küster, Sigristen (Sacrislane), oderGlöckner durch die Bauern mittels ihrer Kirchgesehwornen ist durch-aus schon dem katholischen Kirchenrechte des nördlichen Deutsch-lands entsprechend.
Historie XII.
Diese Erzählung ist in Pauli’s erster Ausgabe von Schimpfund Ernst unter Nr. 652, also gleich hinter der unter Hist. VI ge-dachten, aufgenommen als von einem Messner, dessen Namen nichtangegeben wird. Dieser Schwank, so profan und unsauber er ist,hat durch seine humoristische Rabulisterei seihst in den gesäuberlstenAusgaben Eingang gefunden.
Unsere Ausgabe hat hier einen Holzschnitt, in welchem derMessner mit einem Besen den unsaubern Kehricht vom Fusshodenfegen will. Diese Zeichnung gehört aber nicht zu Murner’s Erzäh-lung, sondern zu anderen vom Pfaffen vom Kalenberg, wo nur die Aeus-serlichkeiten übereinslimmen, ’) der Scherz des Murner aber fehlt.Es wird uns aber dadurch eine Ausgabe des Pfarrers vom Kalenhergezu Slrassburg, vor dem Jahre 1519, welche wir bisher nicht kann-ten , angedeulet.
Historie XIII.
Dieser wohlerzählle Schwank von dem Oslerspiel hat auch durchseinen Gegenstand ein eigentümliches Interesse und ist dessen Werthals Beleg für die Aufführung solcher Darstellungen seihst in Dorfkir-
1. S. vun der llagen Nurrenbucli S. 286