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Dr. Thomas Murners Ulenspiegel
Entstehung
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Erläuterungen,

der Saale, und ihr Sohn war für einen Ilelmsledler Schuhflicker .be-schäftigt. Eine besondere Vorzüglichkeit oder auch Zerrissenheit scheinthier jenem Fabricate nicht unlerzulegen.

Historie V.

Das Sprichwort des Till:Warzu fich einer begiebt, das wiirlim fein leblag gnug, wird in ähnlichen Worten und in einer garhübschen scherzhaften Erläuterung des Dr. Slaupitz angeführt in desJob. Agricola Auslegung deutscher Sprichwörter Nr. 11. Es ist unsgeläufiger in dem so Zukunft- wie scgensvollen Molto des zweitenBuches von Goethes Dichtung und Wahrheit:Was man in derJugend wünscht, hat man im Aller die Fülle.

Der Todestag des Papstes Nico laus I. fällt auf den 13. Novem-ber, die Feier des Papstes Marlin auf den vorhergehenden 12. No-vember. Jener zeichnete sich von seiner Gehurt an durch Strengein den Fasten aus und hat schon als Säugling wöchentlich am Mitt-wochen und Freitag, wenn die Mutter ihm die |!rust bot, darauf ver-zichtet. Der letztere ist durch seine Freigebigkeit an Arme, fürwelche er sogar seinen Mantel hergab und zerschnitt, noch wohl-bekannt. St. Martini, als die Zeit der Gaslmahle, wird auch untengedacht in Historie LXXVI1. Der Spötter sagt also: man esse sichsatt am vorhergehenden Tage, wo etwas uns geboten wird, so kannman am folgenden schon fasten. Damit stimmt der Schluss der fol-genden Erzählung.

Historie VI.

S la ss fur t an der Bode im Magdeburgischcn, an der Grenzevon Anhalt-Bernburg. Schon die Erfurter Ausgaben haben hier dasirrige Sassfurl eingeführt, später auch Stfasfurl.

Die Historien IIXV spielen alle in dem Magdeburger Landoder Stifte.

Diese Erzählung ist in die erste Ausgabe von J. Paulis Schimpfund Ernst v. J. 1522 unter Nr. 651 (im Register 654) übergegan-gen, und wird von einem Landscliweifer berichtet, der Brot für seineMutter stiehlt, in den folgenden Ausgaben aber weggelassen. Sie fin-det sich aber schon in den vor 1495 gedrucktenllepeues franchesV. 381 412, welche.für uns hier als muthmaassliclie Quelle anzu-sehen sind. S. dieselben in Oeuvres de M. Francois Villon, parProinpsault p. 380.

Historie VII.

S. 9 Z. 2: Das Weck oder Semelbrol, hernach Melzelsuppe.Ersleres sollte wohl wckbrol heissen, weiches Brot.