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Dr. Thomas Murners Ulenspiegel
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Erläuterungen.

der aber wegen des zu grossen Anlaufes der ihn zu sehen begierigenKriegsleute, um Gefahr und Schaden zu verhüten, weggethan worden,damit dieser in seinem ganzen Lehen gewesene Schadenfroh nichtauch längst nach seinem Tode noch Schaden anrichten und verur-sachen möchte. In dem Register der St. Blasii Kirche zu Braun-schweig wird, laut der durch die Güte des Herrn Kreisgerichts-Re-gisLralors Sack daseihst gewordenen Miltheilung, in einem Erbzins-briefe V. J. 1673 der Sclmadersche Hof in Kneitlingen der Eulen-spicgels Hof genannt. Dieser Hof wird noch in misera Tagen nach-gewiesen. 1 ) Der Sage nach befindet sich jenes in Stein gehaueneBild des bäurischen Diogenes noch im Keller desselben, doch ver-weigere der jetzige Ilofwirlh die Ansicht des Kunstwerkes. Die Ein-wohner des Dorfes, sagt mau, schämen sich ihres ihnen viclbeneide-len Vorfahren, und könne man ohne Gefahr im Dorfe keine Nach-forschungen anstellen.

Ampleuen, nur hier richtig genannt. Die älteren Cölner undErfurter Ausgaben : Amplenen und Ampeln, denen alle übrigen gefolgtsind, wenn sie den Namen nicht noch mehr entstellten, wie Amplíen,Ampielen. Der Ort Ampelcuc ist sehr alt und hat seine Burg einemritterlichen Geschlechte seinen Namen verliehen, welches wir in derNähe der Herzoge von Braunschweig finden. So schon hei HerzogOtto im Jahre 1233 die Gebrüder Heinrich und Friedrich von Am-peleuc, 1299 den Ritter Friedrich heim Herzoge Albrecht, 2 ) 1307und 1312 de erhafdige Ridder Jan von Ampleve; 1349 Johannes.1368 starb Wilken von Ampeleve. 3 ) Ein Tyle oder Tilcman vonAmpleve, welchen der älteste Cölner Text zum Pathen des Tiel Ulen-spiegel macht, ist nicht nachzuweisen und verdankt sein Dasein wohlnur der Nachlässigkeit des Druckers.

Nicht mit Ampleve zu verwechseln sind Samplehen und seinadliges Geschlecht. Der letzte desselben, Daniel von Samplehen starb1587, worauf das eröll'nele Lehngut an die Herren von Gram über-ging. Die alte Namensform ohne den Zischlaut zu Anfänge weisetunwiderleglich auf das Alter unserer Nachricht hin. Es kann hiernicht darauf ankommen, ob Samplevc ursprünglich schon ein nahehei Ampleve belegenes Dorf war, oder oh es lieissL: zu Ampleve.In Samplevc siue Scampleue locus, bestätigte schon Herzog Heinrichder Löwe der Kirche St. Blasii zu Braunschweig eine Hufe. ')

1. F. A. Soliell er Bücherkunde der Sächsisch-Niederdeutschen Sprache.S. 224. 2. Origines Guclfic. T. IV. p. 135. lf ei'l'i uger Braunsclnveig-

Lünol). Historie lid. 1. S. 119. Vergl. Chronicun Stcdcrhurg hei Leibnit.Script, rer. Brunsvic. T. I. p. 809. 3. Curio Memorabilia Sclieningensia.

p. 34. 4. Vergl. Urkunde v. .1. 1221 in Orig. Guclfic. T. III. p. (191. Von

einer Verleihung des Herzoges Otto zu Tsainpeleve 1235. s. daselbst T. IV.p. 152. Bertram de Sampclcuc, miles. 1282. s. den Iudex daselbst. Ludo-