Ausgabe von 1545.
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1 545 .
Scltznme vmul | Wund erbarliclie II i ft or y- ! cn,Dyll Vlenrpie gels, eines Baw- | ren l'on, Biirtig aufz demUandt zu Braun- | fchweig. Newlich aufz Sächfifcher | fpraeh,a uff gut Ilodi deutfcli, | verdohnetfeht, felir kurtzwei- | lig, mitfehünen Fi- | guren.
Folgt ein Holzschnitt: Ulenspiegel zu Pferde, in der linkenHand die Eule, in der rechten den Spiegel; auf dem Kopfe einenHut mit drei Federn. Darunter: M.D.XLV.
Am Schluss: Gedruckt zu | Franckfurdl am | Mayn, durchHcr- I man Gülfferichen, in I der Sclnhirgaf- | fenn zum | Krug.
Bogen D iiii 109 pagiuirtc Blätter, und ein unpaginirtes, inklein 8. Auf dem letzten unpaginirten Blatte: Epitaphium.
Unter einem Portal ein runder Spiegel, darüber die Eulemit gespreizten Flügeln. Herum auf vier Seiten die Worte: Die-fen Stein foil niemandts •— erhaben, Vlenfpiegel — flehet hieaufrecht begraben — Anno Domini M.CCC.L.
Das Buch enthält die gewöhnlichen 102 Erzählungen. DieHolzschnitte sind bald neu, bald nach dem Muster der Augspur-ger Ausgabe V. J. 1540, so wie theihveisc die folgende "Vorrede.”
Als man Zält nach der Geburt Chrifti | M. CCCC. LXXXIII.Bin ich durch | etliche perfon vmul gute gtinncr ge- | betenworden, die Hiftorieu vnnd feltzame fchalckliftige hoffen Dyll !Vlenfpiegels eines Bawren fon, zulämmen brin- | gen, vnd zubefchreihen, welches ich uit wnl füg- I lieh hab jlmen könnenabfc-hlageu. Dieweil den, menfchlich Natur vnd wefen, aufz frü-lichem ge- | fprec-h, olft vnd viel wirdt bewegt, das Traurigkeit,kranckheit, liafz vnd neid wirdt gemiltcrt, vnd vergehen, habich fovicl mir möglich, verfaffet, Nicht in meinung, das mandaraufz höfz, fondern allein das höfz zu vermeiden, auch ficlivor liftigö menfehen, defter bafz künn hiitenn. Denn jetzt leiderfonft alle weit vntmv vnd hofzheit voll ift, Verhoff derhalhen,ein jeder werde ficli felhs inn dem fall, wol küßen hierin richte,vnd difz mein fehreihen zu dem heften auffnemen.