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Vun Vlenfpiegel.
mir euwer guad das fürgibt, würt wo] vier hundert giddinkofteu.” Der lantgraf fprach: “meifter, machend vns das nürgut, wir wollen euch das wol betonen, vnd euch ein gütefchenk darzü thilu.” Vlenfpiegel nam das alfo an, doch Ib inul'tim der landgraf hundert guldin daruf geben, damit er farh kauftevnd gefellen üherkem. Als aber Vlenfpiegel mit dreien gefeitenwil die arbeit anfaben, fo dingt er dem landgrafen an, das nie-man folt in den fal gon, die weil er arbeitet, dan allein feingefellen, damit er in feiner kunft nit verhindert werd : das ver-wiegt im der lantgraf. So ward Vlenfpiegel mit feinen gefelleneins, vnd vberlegt mit in, das fie ftil fcliwigen, vnd lieffen inmachen, fie dorften nit arbeiten, vnd folten dannocht iren Ionhaben, vnd ir grüfte arbeit folt im bretfpil fein vnd im fchacli-zabel. Das namen die gefellen an, vnd waren des wol zftlriden,das fie mit mitffiggon gleich wol folten Ion verdienen. Dasweret alfo ein 2 ) wocli oder vier, das den landgrafen verlangt,was doch der meifter mit feinen Companien moclit malen, oh esdoch fo gut woll werden als die prob, vnd fprach Vlenfpiegelnan: “ach liebfter meifter, vns verlanget gar fer zu feilen euwerarbeit, wir bitten, daz wir mit euch mögen gon in den fal, vndeuwer geni chis zil liefe h en. “ Vlenfpiegel fprach: “ia, gnedigerherr, aber einerlei wil ich euwern gnaden fagen, wann euwergenad das gemell bcfchauwet. Wer nicht recht eelicli geboren¡ft, der mag mein gemelL nit wol fehen.” Der landgraf fprach:“meifter, das wer greffes.” Indem giengen fie in den fal. Dahet Vlenfpiegel ein lang leinin tucli an die wand hin gelpannet,da er malen soll, vnd da zocli Vlenfpiegel das ein wenig hin-der lieh, vnd zeugte mit einem weiften ftebelin an die wandvnd fprach alfo : "fehend, gnediger herr, difzer man, das ift dererfte landgrafe von Helfen, vnd Columnefer von Rom gewefen,vnd hat zi) einer fiirftin vnd frauwen gehaben, des milten Jufti-nianus tochter, einer herzogin von Beyern, der darnach keiferward. Sehend nun da, gnediger lien-, von dem ward geborenAdolfus. Adolfus gebar Wilhelm den fchwarzen, Wilhehnus ge-bar Ludwige, den frummen, vnd alfo fiirhin bis vf ttwer fürft-
1. Lies: mit.
2. Lies: drei.