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Ein Hauptstück von unserer Muttersprache : Mahnruf an alle national gesinnten Deutschen
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Schriften untersuchen und gleichsam wardircn zu lassen, damitman sehe, was davon zu fordern, und was bequem dem Hoch-deutschen cinverleibet zu werden." (Z. 71.) Auf diese Fundgrubesind seitdem wiederholt die Freunde deutscher Sprachreinheitzurückgekommcn; auch Stephan hat in seinem am 17. Februar1877 zu Berlin überDie Fremdwörter" gehaltenen Vortragenachdrücklich auf dieselbe hingewiesen. In demselben Sinne, jedochin viel beschränkteren: Umfange, würden auch die skandinavischenSprachen und unter Umständen auch die englische Sprache inBetracht zu ziehen sein.

Das sind die Mittel und Wege, welche, mit Klugheit undMäßigung angewandt, zwar allmählich, doch sicher die deutscheSprache von den fremden Einmischlingen, den beschämendenZeugen und Zeichen unsrer langen, langen nationalen Entartungund vielfachen schweren Unterjochung endlich befreien könnten.Niemand wird sich die Schwierigkeit des Unternehmens verhehlen.Neben der rechten Einsicht und dem guten Willen wird nichtselten viel Nachdenken, Geschicklichkeit und Zartgefühl erforderlichsein. Aber dann wird es eher, als es den Anschein hat, ge-lingen, das Übel, so alt und eingewurzelt, so verbreitet und vielverzweigt es auch ist, zu heilen.

Wir haben uns auf allen Gebieten national gehoben, wirsind in Wissenschaften und Künsten wieder nufcrstandcn und nichtselten den andern Völkern vorangcschrittcn, wir haben Die, welcheunsre staatliche Wiedergeburt hindern wollten, blutig und eisernniedergeschlagen und haben unser Reich kraftvoll wieder anfge-richtct. Aber damit ist nicht alles gcthnn. Noch machen sichim Innern mächtige reichsfcindlichc Bestrebungen geltend. DieEinen rütteln aus böser Absicht, die Andern in thörichter Ver-blendung an dem kaum unter Dach gebrachten Bau. Wieviel