III.
Vorschläge zur Abhilfe.
ie ist dies Elend, das nun schon Jahrhunderte langdauert und das die Jahrhunderte als eine Schmachder deutschen Nation verdammen, endlich zu beseitigen?Wie ist ihm beizukommen, nach dem alle Ermahnungen und Be-mühungen ohne dauernden Erfolg gewesen sind? Wie ist ihmabznhelfen, heute, wo die Frcmdwörtersncht wie eine ansteckendeSeuche wieder mit neuer Kraft um sich greift und allen wohl-meinenden Absichten gerade recht zu spotten scheint? Dieses weißich: mit besonderen Vereinen lind Gesellschafteil zur Bekämpfungdes Übels, mit Vorschlägen zu Verdeutschungen und mit Wörter-büchern ist im großen und auf die Dauer nichts geholfen. DieErfahrung lehrt es, von der fruchtbringenden Gesellschaft zuLeibniz und Gottsched, von Leibniz und Gottsched zu Campe, /lind von Campe bis auf den heutigen Tag. Alle diese B estre- !bungen wenden sich an die Einsicht des Einzelnen und hoffen von ^dessen gutem Willen Berücksichtigung lind Erfolg. Es ist ihnen !aber mit verschwindenden Ausnahmen nirgends entsprochen worden, iNoch aus der allerneuesten Zeit kann ich hierfür einenBeleg beibringen. Im Juni 1880 richtete die Redaktion des„Magazins für die Literatur des Auslandes" folgende Auf-forderung an ihre Mitarbeiter: „Wir richten an unsre verehrtenMitarbeiter die ergebenste Bitte, sich fortan in ihren geschätztenEinsendungen nach Möglichkeit aller unnöthigen Fremdwörterzu enthalten. Die Gründe hierfür verstehen sich Wohl von selbst.Die Redaktion, welche sich von Schuld in dieser Beziehung selber