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Ein Hauptstück von unserer Muttersprache : Mahnruf an alle national gesinnten Deutschen
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sittliche Kraft des Volkes ist hier noch vonnöthen, und wie un-erläßlich ist es, diese Kraft zu stärken! Noch auch stehen imOsten und Westen gewaltige Nachbarn bis an die Zähne gerüstet,lauernd und spähend an unfern Grenzen. Wir können über Nachtin den schwersten und fürchterlichsten aller Kriege gestürzt werden,und wie sollen wir ihn bestehen ohne die höchste sittliche Kraft!Das nationale Bewußtsein des deutschen Volkes müssen wirnähren, hegen und Pflegen, auf daß es fest am nationalen Ge-danken halte und die innern Feinde des Reiches erfolgreich zügle,auf daß cs am Tage der Gefahr in Heller Begeisterung sich ent-flamme und in sicherster Beharrlichkeit den vaterländischen Bodenschütze.

Glaubt man aber mit einer bequemen Duldung des täglichzunehmenden sprachlichen Mischmasches das echte und rechte Na-tionalgefühl im deutschen Volke heben zu können? Ich will michbescheiden, hier Antwort zu geben. Jeder echte und rechte Deutschekann sie sich selbst geben. Doch ich will zum Zengniß, daß auchdiese Wechselwirkung zwischen Sprache und Nationalbewusstseinlängst erkannt ist, die Worte zweier großen Männer der Ver-gangenheit wiederum anführen. Leibniz beginnt seineUnvor-greiflichen Gedanken" mit dem Satze:Es ist bekannt, daß dieSprach ein Spiegel des Verstandes, und daß die Völker, wennsie den Verstand hoch schwingen, auch zugleich die Sprache Wohlausüben." Und Arndt sagt in seiner SchriftÜber den Ge-brauch einer fremden Sprache" folgendes:Die Sprache ist einSpiegel des Volkes, das sie spricht." Und weiter:Weil denndie Sprache eines Volkes das innigste Gcmüth, die verborgeneGeschichte, die älteste Entwickelung, kurz die ganze Art seinesEmpfindens, Denkens, Darstellcns und Lebens verschließt, soverändert, was die Sprache verändert, nvthwendig auch dasVolk; was die Sprache verwirrt und verrückt, mit Fremdartigemund Ungleichem vermengt und auf irgend eine Weise den klaren