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sie endlich gar verschwächet." (K 16.) Weiter wendet er sich auchgegen das übertriebene und nneinsichtige Vorgehen zur Besei-tigung der Fremdwörter mit folgenden tadelnden Worten: „Manhat aber gleich auf cinmahl den Lauf des Übels hemmen, undalle fremde auch sogar eingebürgerte Worte ausbanncn wollen.Dawider sich die ganze Nation, Gelehrte und Ungelehrte ge-sträubet, und das sonsten zum Theil gute Vorhaben fast zuSpott gemacht, daß also auch dasjenige nicht erhalten worden,so wohl zu erlangen gewesen, wenn man etwas gelinder ver-fahren wäre." (Z 23.)
Gottsched, der in seiner „Sprachkunst" nicht minder kräftigals Lcibniz gegen die „ausländischen Brocken" eifert, redet dochzugleich ebenso auch derselben weisen Vorsicht das Wort. Ersagt: „Indessen wollen wir deswegen alle die Grillen einigervormaliger Zesianer, und Pcgnitzschäfer, auch Glieder der frucht-bringenden Gesellschaft nicht billigen; die alles, was einiger-maßen fremd war, aus dem Deutschen ausmärzeu wollten. Esist nicht ganz möglich, sich in einer Sprache aller ausländischenRedensarten zu enthalten." Er führt dann das Beispiel derGriechen, Römer und Franzosen an, deren Sprachen eine Mengefremder Wörter ausgenommen haben, aber er meint doch, daßman diesen fremden Wörtern, wie es die genannten Völker gethanhaben, auch im Deutschen „soviel möglich ist, ein einheimischesAnsehen gebe." Also auch er legt, wie natürlich, den geringemWerth auf den Ursprung des Stammes als auf die Fremdartig-keit der Form. Die Wörter solcher fremdartigen Form erscheinenihm in die deutsche Sprache eingemengt barbarisch, und er findet„es lächerlich, sich ihrer zu bedienen, wo im Deutschen selbst guteWörter vorhanden sind." Aber er warnt zugleich vor Über-treibungen, indem er auf die Glieder der fruchtbringenden Ge-sellschaft hinwcist, die ihrerseits dadurch lächerlich wurden, daßsic bisweilen auf eine seltsame Art vorgingen, welche der deutschen