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Ein Hauptstück von unserer Muttersprache : Mahnruf an alle national gesinnten Deutschen
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namentlich wissenschaftlich, aber auch werklich auf der Höhe derAufgabe steht.

Ein weiterer, sehr anznerkennender Schritt ist im Bereicheder Gerichtssprache gethan worden, wo mit der Einführung derneuen deutschen Gerichtsordnung eine Menge deutscher Ausdrückean Stelle der älteren bösen Eindringlinge eingeführt worden sind.Auch hier ist man mit wenigen Ausnahmen durchweg glücklich ver-fuhren, und auch dieses Vorgehen verdient Anerkennung und Dank.

Aber das sind bis jetzt immer nur noch kleine Anfänge, ver-einzelte Maßregeln, die dem gewaltigen Heere der Fremdwörterans allen sonstigen Zweigen der Verwaltung gegenüber nicht vielverschlagen. Überall sind sie als Benennungen von Sachen, Ein-richtungen, Handlungen und Personen massenhaft gebräuchlich, inallen Staaten, und auch das deutsche Reich hat bei der neuenEinrichtung seiner Verwaltung hier fast wahllos alles gebräuch-liche ausgenommen. Ganz besonders widerwärtig ist aber diedienstliche und wissenschaftliche Sprache im Heere. Daß deutscheMänner, in deren Tüchtigkeit das Wohl und Wehe des Vater-landes, das Geschick der Nation ruht, sich mit chargiren, de-bouchiren, deployiren, detachiren und hundert andern iren, mitLisiorcn, Toten, Queues, mit Porte epoes, Capitain d'armes,Fouriers und mit tausendfältigem andern Mischmasch plagenmüssen, ist wahrhaft grausam. Sind wir es denn nicht unsermruhmvollen Heere schuldig, cs von dieser schimpflichen Plage zuerlösen!

Wenn auf allen diesen Gebieten eine Reinigung der Spracheangcstrebt und allmählich durchgcführt würde, wenn Gesetze, Er-lasse, Verordnungen und Bekanntmachungen durchweg in gutemund anständigem Deutsch abgefaßt würden, so müßte das vonselbst zu der wünschenswerthesten Nachfolge anrcgen. Die Stadt-nnd sonstigen Gemeinde-Behörden würden bereitwillig sich an-schließen, ja selbst private Vereinigungen, Genossenschaften, Aktien-