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Ein Hauptstück von unserer Muttersprache : Mahnruf an alle national gesinnten Deutschen
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übt, die Sprache überhaupt überwacht und in weiterer angemessenerWeise für den guten Zweck thätig ist.

Ich gehe diese Punkte im einzelnen näher durch.

1. Die Verwaltungssprache.

Wie es auf diesem Gebiete in Deutschland steht, mag ichgarnicht auseinandcrsetzen. Es ist wahrhaft traurig. Wir tragenhier die Zeichen jahrhundertelanger Abhängigkeit von der Kulturdes Auslandes, ja selbst die Merkmale der Unterjochung undKnechtschaft noch breit und deutlich au der Stirn. Mit umsogrößerer und wärmerer Freude begrüßt man jede Heilung, jedenVersuch einer Heilung und Wiederherstellung. Der Herr Staats-sekretär vr. Stephan ist hier zuerst mit Kraft, Kcnntniß, Folge-richtigkeit und vielem Glück in größerem Maßstabe vorgegangen.Er hat uns von zahlreichen Ungeheuern in der Postsprache befreitund an deren Stelle vernünftige und schickliche deutsche Wörtereingeführt. Anerkennung und Dank sei ihm zu Theil, auch wenner nicht überall einen gleich glücklichen Griff gehabt hat. undwenn ihm auch noch manches zu thun übrig bleibt. Ich willhierbei nicht unterlassen, auf einen lehrreichen Fall hinzuweiscn.Für Couvert schlug er das Wort Briefumschlag vor. Das istaber ein hart klingendes, ziemlich schwerfälliges Wort, über welchesdie Zunge etwas stolpert und das denn auch als abgelehnt vonder öffentlichen Meinung erachtet werden kann. Aber warumwählte Herr Stephan dieses Wort, da er doch in den Fremd-wörterbüchern schon das viel bessere und, wie mir scheint, ganzpassende: Briefdccke fand? Wenn aber solch' ein Mißgriff amgrünen Holze geschieht, was läßt sich vom dürren erwarten! DieSache muß also in den allerbesten Händen liegen und mit derweisesten Vorsicht behandelt werden. Deshalb muß den Ver-.waltungsmünnern ein Beirath zur Seite gestellt werden, der