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Ein Hauptstück von unserer Muttersprache : Mahnruf an alle national gesinnten Deutschen
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Ich erwarte von solchen Mitteln nichts, garnichts, oder so wenigwie nichts, wenigstens nicht unter den jetzt obwaltenden Verhält-nissen und Stimmungen.

Und dann hat man gesehen, daß derartige Bestrebungen,weil sie znm Theil von Männern getragen wurden, welche nichtimmer über alle nothwendigen Erfordernisse verfügten, oft undleicht dem Fluche der Lächerlichkeit anheimfielen. Schon die frucht-bringende Gesellschaft hat in dieser Hinsicht die lehrreichsten Er-fahrungen gegeben, und was die Ungeschicklichkeit der deutsch-thümelndcn Turnlehrer und Schulmeister vor dreißig und vierzigJahren geschadet hat, das wird noch in der Erinnerung Vielersein. Oft wissen solche Leute noch nicht einmal, was ein Fremd-wort ist. Sie glauben, daß jedes Wort, dessen Stamm aus einerandern Sprache kommt oder dessen Stamm auch in andernSprachen vorkommt, ein Fremdwort sei; und so legen sie ihreLanze ein sogut gegen die Nase wie gegen die Post, gegen dasFenster wie gegen den Groschen. Als ob der Ursprung alleindas entscheidende Merkmal des Fremdwortes sei und nicht vielmehr noch die ausländische Form, die im Zusammenhang derdeutschen Sprache eben fremd erscheint. Und eben nur um dieseletzteren, eigentlichen Fremdwörter, soweit sie unnöthig und er-setzbar sind, kann es sich ja handeln, was auch im Vorwortedes Grimm'schen Wörterbuches klar und deutlich hingestellt ist.Jede falsche Maßregel aber, jede Übertreibung schadet. Es istalso große Vorsicht und völlige Sachkenntnis; nöthig, die nichtbei jedem Schulmeister und jedem Mitgliede eines Vereins ohneweiteres vorauszusetzen sind. Unzulänglichkeiten und Verkehrt-heiten führen aber eben zur Lächerlichkeit; und diese hat leiderschon viel Unheil angerichtet.

Wenn nun aber von allen diesen Bestrebungen nichts sicheresund bedeutendes zu erwarten ist: was soll, was kann denn geschehen?

Ich will mich kurz fassen.