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Ein Hauptstück von unserer Muttersprache : Mahnruf an alle national gesinnten Deutschen
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mein bekannt, was dieselben und was namentlich Campe gutesgewirkt haben.

Sv hat das ganze siebzehnte und achtzehnte Jahrhundertdurch gewichtige Stimmen Verwahrung eingelegt gegen den Miß-brauch einer übermäßigen, unnöthigen und läppischen Anwendungvon Fremdwörtern. Einen besonderen Aufschwung aber erhieltendiese Bestrebungen in den unglücklichen Jahren der Fremdherr-schaft, wo jeder nur einigermaßen vaterländisch gesinnte Alaun sichanklammcrte an deutsche Art und Sprache, fremde Art undSprache von sich stieß und sich schämte, durch Einmischling fremderWörter, die überwiegend der Sprache seiner Unterjocher an-gchörten, seine deutsche Muttersprache zu besudeln.

Fichte'sReden an die deutsche Nation" Hallen ans jedemBlatte von jenem starken, edcln, erhebenden Nationalgefühlcwider, welches das ganze deutsche Leben durchtränken und er-neuen wollte, und das ganz von selbst auch der deutschen Spracheihren natürlichen Adel, ihre alte Würde und reine Schönheitsichern mußte. Mit welchem Erfolge dies Fichte selbst that, daslehrt die Sprache dieser Reden, die auch hinsichtlich ihrer Rein-heit von fremden Flecken und ausländischem Flickwerk muster-giltig ist.

Arndt erhob seine männliche Stimme, um die Deutschenzum Selbstbewusstsein und Selbstgefühl zu erheben, auch in Hin-sicht der Sprache. In seiner 1813 herausgegebenen SchriftÜberden Gebrauch einer fremden Sprache" sagt er:Wenn unsere

höhere Welt tcntsch spricht, greift sie nicht jeden Augenblick nacheinem französischen Wort und einer französischen Wendung?wenn wir über Staatskunst, Kriegswesen, ja nur von einem Ge-fecht sprechen und es beschreiben, gcbehrdcn wir lins nicht alshätten wir gar keine Sprache, als sahen wir ganz ohne Geist,ohne Begriffe und ohne Zeichen für Geist und Begriffe? alssahen wir in den Anfängen unserer Bildung und müssen alles