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nennt nnd der 1737 zu Hildcsheim eine „Ausführliche Abhand-lung Vom Ursprung und Aufnahme Der Deutschen Sprache zc."heransgegebcn hat. st Darin sagt er: „Mehr als zuviel ist be-taut, wie die tcntschc Sprache jhre eigene Wörter verlieren,dcutlos und unbekannt lassen, jhren herrlichen Neichtnhm ver-armen sehen, und jhre eigene reinliche Gestalt verfrömdet nndverschandflckkct leiden muß, in dem nicht allein einem jeden nachBclicbnug, durch gestatteten Misbrauch freygelasscn wird allerlei)Wörter aus allerlei) Sprachen hinein znlappen, als ob keinzierliche Rede geschehen, noch einige Schrift abgcfasset werdenkönnte, Zier und Wohlstand sei) dann von Frömdcn entlehnet,und unsere so herrliche, prächtige, Majestätische Sprache zurarmen hungrigen Bettlerin gemacht." (S. 137.)
Zweitens ist dies Johann Christoph Gottsched. Erschrieb eine „Vollständige und Ncncrläutcrte Deutsche Sprach-kunst u. s. w.," die zuerst 1748 zu Leipzig und darnach nochwiederholt erschien, st Gottsched erklärt es für „eine unnöthigeMcngesncht einiger vormaligen Schriftsteller, daß sic sich unzähligefremde Wörter angcwöhnct, die man eben sowohl deutsch gebenkann, wenn man nur in guten deutschen Büchern ein wenig be-lesen ist." (S. 194.) Er stellt als Grundsatz auf: „Wo imDeutschen gute Worte vorhanden sind, da ist es lächerlich, sichder fremden zu bedienen" (S. 198.), lehnt sich gegen das „Otter-gezücht" unnöthiger Fremdlinge mit Entschiedenheit auf (S. 200.)nnd macht zahlreiche Vorschläge zur Ersetzung der fremden durchgute deutsche Wörter.
Drittens ist dies Lessing, Gotthold Ephraim Lessing ineigener Person. Im Februar 1759 gab er den vierzehnten seiner„Briefe, die neueste Literatur betreffend" heraus, in welchem er
9 Vcrmuthlich ist dies wohl derselbe l>. 1. 0. 8., der die „Rocken-Philosophie" geschrieben hat. Dieser hieß Johann Georg Schmidt.
2 ) Mir liegt die fünfte Auflage von 1762 vor.