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früher geschriebenen „Ermahnung an die Tcutschc, ihren Verstandlind Sprache besser zu üben, samt beigefügteu Vorschlag einerTeutsch-gesinten Gesellschafft" (Hannover, 1846.) noch deutlichereWorte geliehen. Er erzählt auch hier zuerst, wie die französischeMode über uns und unsre Sprache gekommen sei, und findetnichts Rühmliches und Vortheilhaftes in dieser „zu einer an-steckenden Landseuche" (S. 20.) gewordenen Narrethei. „Eines— aber fährt er fort — were zu loben, wenn die französischeMode das übermäßige Sauffen abbringen köudte; doch sage ich,man werde den Teufel mit Beelzebub vertreiben, und bin ich fastder Meinung, daß weiland ein trunckener alter Tcutschcr in Redenund Schreiben mehr Verstand spüren lassen, als anjezo ein nüch-terner französischer Affe thun wird". (S. 21.) So eifert erweiter und gelangt zu der „Meinung, es solten einige wohl-meinende Personen zusammeutreten, und unter höherem Schuzeine Teutschgesiute Gesellschafft stifften; deren Absehen auf alledasjenige gerichtet sehn solle, so den tcntschen Ruhm erhaltenoder auch wieder aufrichteu können." Und dahin rechnet er be-sonders, daß „dahin zu trachten sehn würde, wie allerhand nach-drückliche, nüzliche, auch annehmliche Kernschrifften in tcutschcrSprache verfertigt werden möchten, damit der Laufs der Bar-barei) gehämmet, und die in den Tag hinein schreiben beschähmctwerden mögen". (S. 23.) So hofft er schließlich auf eine „Aus-musterung des frcmbden Affenwcrcks" und andre wichtige Vor-theile „zu Ruhm und Wohlfarth tcutschcr Nation". (S. 24.)
Leibniz war bemüht, diese seine guten Absichten durch dieBerliner Akademie der Wissenschaften, deren Stiftung im Jahre1700 bekanntlich durch ihn beeinflußt war, zu verwirklichen. Wirwerden sogleich an das, was die Akademie in dieser Hinsicht ge-leistet und nicht geleistet hat, mit einigen Worten erinnern, lassenaber zuvor noch einige andre treffliche Männer reden.
Erstens ist dies ein Unbekannter, der sich nur v. .7. 6l. 8.