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derselben dahin erläutert, „daß wir unsre Muttersprache vor allenDingen, von dem Unflat bettlerischer Wortbesndelung, so viel jedemmöglich, ausreüten, säubern, anszicrcn, und keineswegs damitferner behelligen: Sondern dieselbe dagegen in ihrer Grundfestcund rechtem Verstände erhalten, behalten, und fortznpflantzen,uns höchlich angelegen sehn lassen". iS. 31.)
Nach dem Beispiele der fruchtbringenden bildeten sich nachund nach noch verschiedene andre Gesellschaften zu denselben löb-lichen Zwecken, doch war ihnen allen, wie der fruchtbringendenselbst, das schwülstige, überladene Beiwerk, womit sie, dem all-gemeinen Geschmacke der Zeit gemäß, ihr Thun und Treiben um-gaben, vielfach hinderlich. Immerhin aber wirkten sie anregendund heilsam.
Hier will ich gleich Philipp von Zesen's gedenken, der 1643zu Hamburg eine „Dcntschgesinnte Genossenschaft" stiftete undgleichzeitig eine „Hvoch-Dentsche Sprach-übung" erscheinen ließ,in der er sich auch gegen die fremden, ganz besonders die franzö-sischen Wörter wandte, damit „wier aus unserer edlen Hooch-deutschen Spraache nicht eine barbarische machen". (S. XU.)
Ich führe nun weiter Justus Georg Schottelius an,der 1641 zu Braunschweig eine „Tentsche Sprachkunst" herans-gab, „darinn die allerwortrcichste, prächtigste, reinlichste, voll-kommene, nhralte Hauptsprache der Tentschcn auß ihren Gründenerhoben" wird. Er spricht darin mit Eifer gegen die fremdenWörter, besonders gegen die isrirnuos, die eine steifbeinige Ge-lehrsamkeit auch in der deutschen Sprachlehre festgehalten habenwollte. Der Hauptgedanke, von dem er ausgeht, ist folgender:„Dersclbiger Gebrauch, dem ein Hauptgcsetz oder der Grund derSprachen entgegen läufst, ist kein Gebrauch, sondern eine miß-bräuchliche Verfälschung". (S. 3.) Dann sagt er weiter: „Dero-wegcn habe ich es bey mir für einen Eckel und Schande gehalten,etwas von Athen oder Rom zu erbetteln, welches in unserem