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Ampzing lebte, und auch schon früher in Deutschland selbst dieSucht, dem Ausländischen nachzulaufeu und die Sprache mitfremden Wörtern zu entstellen, vielfach schmerzlich empfunden.Ans dem Wunsche, dem Übel cntgegcnzuwirkcn, entstand die„Fruchtbringende Gesellschaft," deren Stiftung bereits imJahre 1617 erfolgte. Einer ihrer wesentlichen Zwecke bestand nachden Satzungen der Gesellschaft darin, daß „man die hochgeehrteMuttersprache in ihrem gründlichen Wesen und rechten Verstände,ohne Einmischung frembder außländischer Füllwörter, aufs mög-lichste und thunlichste erhalte, und sich so wol der besten aus-sprache im reden, als der reinesten art im schreiben und Rcime-dichten befleißige." Dieser Zweck wurde festgehalten. Im Jahre1646 gab der Fürst zu Anhalt-Köthen in Frankfurt am Alainein jetzt selten gewordenes Kupferwerk „Der fruchtbringendenGesellschaft Nahmen und Vorhaben u. s. w." heraus, in welchemein „Kurtzer Bericht von der fruchtbringenden Gesellschaft Zweckeund Vorhaben" den Kupfern vorangeht. In diesem Vorberichteliest man beinahe wörtlich die oben mitgetheilte Stelle und dannnoch folgende Erörterung: „ . . . weil unsere weitgeehrete hoch-deütsche Muttersprache so wol an alten, schönen und zierlichenReden, als auch am Überflüsse eigentlicher und wolbcdeütlicherWort, so iede suchen besser, als die frembden recht zu verstehengeben können, einen nicht geringen Vorzug hat: Das ebener gestaltdarauf möchte gedacht werden, wie eine sothane Geselschaft zu er-wecken und anzustellen, darinnen man in gut rein deütsch reden,schreiben, auch anders, so bey dergleichen Zusammensetzung underhebung der Muttersprache, (darzu ieder von Natur verpflichtet)gebräuchlich und dienlich, vornemcn möchte."
Deutlicher und derber drückt sich Georg Neumark iuseiner zu Weimar 1668 unter dem Titel „Der Neu-SprossendeTeutschc Palmbaum" herausgegebenen Geschichte der frucht-bringenden Gesellschaft aus, indem er den bezcichncten Zweck