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z. B. Rubens schrieb, ist ganz durchsetzt mit Fremdwörtern. Undso mag denn hier auch zuerst ein Niederländer sprechen, der sicherhebt zur Vertheidigung seiner niederdeutschen Sprache, die aucher die deutsche nennt.
Samuel Ampzing sagt in der Einleitung 2 und ^ 3.)zu seiner „Beschreibung der Stadt Haerlem," die 1628 in dieserStadt erschien, folgendes: „Muß denn nicht ein jeder recht-schaffene, redliche und verständige Mensch und vornehmlich der,der sich in andern Sprachen geübt hat, seiner Muttersprachesoviel Liebe zutragen, daß es ihm nicht gleich sei, wie er schreibe
und spreche, und ob seine Sprache verwildere oder verfalle.
So will ich denn anch wohl, daß wir von dieser unsrer köstlichenund löblichen Sprache etwas mehr Werks machten nnd für ihreEhre mehr eiferten, als wir gemeinlich thun. Ja, es ist nur zuwahr und mehr als bekannt, daß sie gerade von den Gelehrtestenselbst, die ihr die Hand bieten müßten, durch fremde und aus-ländische Wörter ganz entartet und verdorben wird: die dannerst meinen gelehrt und zierlich zu sprechen, wenn sie durch solcheaufgeraffte, undentsche und unbekannte Wörter ihre Mutterspracheöffentlich brandmarken. Man banne diese Wörter doch aus unsrerSprache, soviel es möglich ist. Will jemand Französisch oderLateinisch sprechen, dann kann er es ja thun: aber man lasseunsre Sprache ungeschändet in ihrer Vollkommenheit. . . Ich weißes wohl, daß uns diese Art zu sprechen durch lange Gewohnheitvon den Schulen und nachher in Mund und Ohren gewachsenist: nichtsdestoweniger wenn jemand was schreiben und ans Lichtgeben will, so muß er fleißig acht nehmen, zum ersten, daß erdeutsch und darnach daß er gutes und reines Deutsch rede; aufdaß unsre Sprache nicht verwälscht und gebrochen, sondern auf-recht bleibe und nach ihrer ursprünglichen Art gesprochen werde."
Das alles paßt auch vollständig auf das Hochdeutsche undauf die heutige Zeit. Übrigens wurde zur selben Zeit, als