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Die Landgüterordnung Kaiser Karls des Grossen :
(capitulare de villis et curtis imperii)
Entstehung
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nasturtium, parduna, puledium, olisatum, petresilinum, apium,levisticum, savinam, anetum, fenicolum, intubas, diptamnum, sinape,satureiam, sisimbrium, mentam, mentastrum, tanazitam, neptam,

25. git Schwarzkümmel Ki. nigellasativa Me. Fi. B. 132: melanthiumHelm S. 185; früher officinell,jetzt wie der gemeine Kümmelverwendet.

26. erucam albam, ernea sativa Me.(.Tartenrauke, Rokka, RaukeFi.B.,weifser Gartensenf Ki., Gewürz-pflanze, zum Einmachen vonGurken u. s. w.

27. nasturtium Kresse (Ant.) Brun-nenkresse, lepidium sativum. (Me.Fi. B.) früher officinell, schon vonden Römern als Heilmittel ver-wendet; jetzt als Salat.

28. parduna (? Ki. Me) Klette;Lappa tormentosa = ArctimnBardana. Die Klettenwurzel giltals altes Arzneimittel gegenGicht u. veraltete Hautübel. NachFi. B. 59 ist die Klette (hardane= parduna?) von jeher mit ähn-lichen Blattpflanzen verwechseltworden und es ist daher nichtmöglich, anzugehen, welchePflanze im Cap. gemeint ist.

29. -puledium, mentha pulegium sivepulejum 5Ie. Fi. B.; Poleiminze,Flolikraut Ki.; Pfeiferminze, alsmagenstärkende Gewürz- undArzneipflanze längst geschätzt.

30. olisatum Myrrhendolde, Smyr-liium olusatrum Me. Fi. B. 120;Rofseppich Ki.; schwarzes Ge-müse (= olus atrum 1, früher Arz-nei u. Gemüse Fi. B. a. a. 0.

31. petresilinum Petersilie, s. Asnap.

Bericht c. 29: Bo. '255. Apiumpetroselinum Me. Fi. B. 120; invielen Richtungen als Heilmittel(zertheilend) gebraucht: auch

Kii ch enge wachs.

32. apium Sellerie, Eppich Fi. B;s. Asnap. Bericht c. 29; Bo. 255;apium graveolens Mc. Fi. B. 119.Wurzel als Salat, Gemüse undA rzncimittel, Kraut als Küchenge-wächs und als Schutzmittel gegenGifte verwendet. (Das Apiumder Römer ist nicht der Sellerie,sondern die Petersilie, Ambrosianach Isid. Etym. XVII, 10.)

33. levisticum Liebstöckel Ki. Fi. B.;im Asnap. Bericht c.'29; libesti-

cum Bo. 255; Ligusticum levisti-ettm, levisticum officinale Me.;früher als Brustmittel officinell.Vgl. Kluge, Etym. WB. S. 238.

34. sdbinam Sadebaum, Ant. s. As-nap. Bo. c. 29. Juniperus sabinaMe. Fi. B.; innerlich als bluter-hitzendes Mittel, äufserlich gegenGeschwüre und Knochenfrais ge-braucht.

35. anetum Dill, Ant. Fi. B.; ane-thum graveolens Me. Fi. B.;Küchengewächs, Dillöl, Heil-mittel.

36. fenicolum. Fenchel (Ant.) als Ge-würz schon im Alterthum sehrgeschätzt; anethum fenicolumSie. Fi. B.; Fenchelöl, Heilmittel;schon auch Isid. Etym. XVII. 10.

37. intubas (vgl. oben N. 21), hierwohl cichorium endivia Me. Fi. B.S. 105ff. Endivie, Scariol, Es-cariol; wenn solsequiam cichoriumintybus bedeutet, dann alsoEndivie, Salatpflanze.

38. diptamnum Weifswurz Ki.;Diptam, dictamnus albus Me.;früher officinell. Nach Fi. B. 67,ist diptamnum entw. der Diptam-dosten, Origanum dictamnus L-oder der gemeine Diptam, dictam-nus albus;nur der erste warden Alten bekannt und seine(wundenheilenden) Eigenschaftenscheinen in späterer Zeit vielfachauf den zweiten übertragen wor-den zu sein.

39. sinape Senf, sinapis nigra Me.;altbekanntes Genufs- (Mostrich)und auch Heilmittel (Senfpflaster,Senfteig) s. oben c. 31, 44.Mög-licherweise ist im Capitulare mitsinape an der ersten Stelle (c. 84?,44 ?) der schwarze, au der zweitenStelle der weifse Senf gemeint.Fi. B. 108. Wefshalb?

40. satureiam Bohnenkraut Ki.,Pfefferkraut, Quendel, auch imAsnap. Bericht c. 29: Bo. 255;satureia hortensis Me. Fi. B.;Isid. Etymol. 1. XVII. c. 9: dictaa Satyris propter incendium libi-dinis eto. (S. 426 a. a. 0.).