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lilium, rosas, fenigreeum, costum, salviam, rutam, abrotanum,cucumeres, pepones, cucurbitas, fasiolum, ciminum, ros marinum,
nachgetragen und zwar von derselben Hand, welche die entsprechendeNotiz auch auf S. 12 a der Handschrift (B o. S. 256, c. 37 brev. exempl. Asnapio)bei mismaluas übergeschrieben hat: id est altea quod dicitur ibischa. — Nachdem Schlufssatze: Explicit capitulare dominicum, in welchem das letzteWort ebenso abgekürzt geschrieben ist, wie in c. 23, Z. 5, folgen, von dernämlichen Hand und Tinte wie der Text des ganzen Capitulare, dieGlossen: „Hamedii, id sunt coniuratores, quos nos geidon dicimus. Metani,„id sunt propinqui. Solsaticum, id est abiecticium; solsativit, id est abiec-„tivit. Leudus eius iacet linitus, id est weregildus. Concapulavit id est„concidit, forheo. Livorasset, id est vulnerasset.“
meinemHerrn Kollegen Fleisch-mann und dein Herrn ApothekerFr. Kunze in Königsberg i. Pr.,welchen ich auch an dieser Stellemeinen Dank ausspreche. Lit.s. R. von Fischer - Beuzon(Kiel), Altdeutsche Gartenflora(Kiel tu Leipzig 1894) u. ErnstH. L. Krause: Der Uebergangdes Gartenbaues aus der romani-schen in die germanische Kultur.Globus Bd. 65, No. 17, S. 279 ff.
1. lilium — Lilie, wohl vorzugsweisedes Kirchenschmuckes wegen zuhalten, lilium candidum, Me., Fi.B. 33 f., auch in Asnap. Berichtec. 29 (B o. 255) unter den Garten-pflanzen vorangestellt.
2. rosas = rosa centifolia, Me. nachPlinius so genannt, vgl. Fi. B. 35,des Kirchenschnjuckes wegen undvielleicht auch zu kosmetischenZwecken angeordnet.
3. fenigreeum = Hornklee, Bocks-horn KL, Steinklee Ant., Trigo-nelia foenurn graecum Me., Grie-chisch Heu Fi. B. 81, Thierfutterund Thierheilmittel.
4. costum Frauenminze Fi. B. 73;Tanacetum balsamita, nach Spren-gel, Refs und Gefsner, sowiebalsamita vulgaris, Me., Kost-wurz, Ant.; nach der „Apotheker-Zeitung“ vom 26. November 1892,welche auf freundliche Veran-lassung des Herrn Apotliek. Fr.Kunze von Königsberg sach-verständige Aeufserungen überdiese und andere Pflanzen des 0.de villis hervorrief, ist unterCostum Tanacetum balsamita L.zu verstehen (F. A-. Flttckiger,Bern). Nach dieser und anderenAeufserungen ebenda (eine. gez.„ W.“, welche die Pflanze bei Dios-
corides nach weist, u. nach F. Al-pers - Lintorf), ist jedenfalls soviel sicher, dafs entweder einesehr geschätzte Gewürzpflanze(Plinius 11, 12, 25) oder eine imMittelalter beliebte Arzneipflanze(s. Job. Jac. Vogt’s Gayopyla-cium medio -physicum) unter c.zu erkennen ist; es stehtim Asnap.Bericht c. 29 an zweiter, in demangefügten Berichte über Treola(ebenda c. 37) an erster Stelle.Da. M. S. 368 übersetzt: Bitter-wurzel, s. Anm. morat, zu c. 34.
5. salviam = Salbey (salvia offici-nalis Me. Fi. B. 133), Küchen-gewächs, adstringirendes Heil-mittel, Blätter zu Wund- undGurgelwasser verwendet.
6. rutam Rante, ruta graveolens,Me. Fi. B. 69, schon bei den Römernund seitdem in verschiedenerWeise Heilzwecken dienend,gegen Gifte Isid. Etym. XVII, 10.
7. abrotanum Eberraute, Eberitz, Kr.
Stabwurz, An t., Artemisia abrota-num, Me. Fi. B. 69, 74 (Plin. 21,21, 92; Hör.), scharfes, bitteres,harn- u. schweifstreibendes Haus-mittel, auch zur Pottaschegewin-nung verwendet; vgl. auch Wei-gand in Zeitschr. f. deutscheMythologie u. Sittenkunde Bd. II(1854) S. 172.
8. cucumeres = Gurken (cucumis sa-tivus Me. Fi. B. 92 i; Hehn S. 277bis 278.
9. pepones Melonen (cucumis melo
Me., Fi. B. 93, 94, 95 auch genannt„Erdapfel“; Bo. S. 90, Anm. 14).
10. cucurbitas Kürbisse (cucurbitapepo Me.), als Futter für Schweinegebaut, auch als Flaschen (s. obenzu c. 3 buticulas, S. 26), ver-wendet; nach Fi. B. S. 89 ff. Ou-