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hoc pereat. Et si aliquis talis est quod bonus non sit, autveteranus sit, si vero mortuus fuerit, nobis nuntiare faciant,5 tempore congruo antequam tempus veniat, ut inter iumenta mittidebeant.
14 . Ut iumenta nostra bene custodiant et poledros adtempus segregent; et si pultrellae multiplicatae fuerint, separataefiant et gregem per se exinde adunare faciant.
c. 13. pro hoc (Handschrift) statt per hoc, wie c. 23. aut ist übergeschrieben.
id est: Wenn die lateinische Be-zeichnung eines Gegenstandesnicht in die Volkssprache iiber-, gegangen, sondern in dieser durcheinen aus germanischer oderkeltischer Wurzel hervorge-gangenen oder durch einen be-reits umgebildeten — romani-schen — Ausdruck ersetzt oderverdrängt ist, so sucht der Ver-fasser des 0. de villis das Ver-ständnis durch die Beifügungdes letzteren, des gebräuchliche-ren Ausdrucks zu sichern, sosind z. B. die lateinischen Worte:anser, auceps, securis, equus emis-sarius , terebrum nicht in dieVolkssprache der Pranken auf-genommen worden , daher wirdc. 62 zu anser das romanischeauca (ital. oca), zu auceps (c. 45)aueellator, zu securis (c. 42) dasin das Romanische übergegangenecuniadas (cuneatus, frz. cognee,Kü. No. 2333, vgl. auch Bpist.ad Fulrad. Bo. S. 168), zu eq.emiss. (c. 13 oben) das germa-nische waranio, zu terebrum (c.42)das aus dem Keltischen genom-mene taradros (Iiö. No. 8040) bei-gefügt; so s. auch teguriis (c. 49),siceratores c 45 u. a.; vgl. auch0. monasticum, 817 (Bo. S. 345):manicas -wantones. RomanischeFormen s. ferner c. 3, 16, 18,23, 34, 42, 45, 46, 62, 67, 68 u. a.Germanische s. Anm. zu c. 16.praevideant: Die Amtmänner sollenfür unsere Hengste gut sorgenund sie unter keinen Umständenlange stehen lassen, damit keinHengst (— durch zu langes Ste-hen im Stalle —) verderbe; istein Hengst untüchtig oder zu altoder umgestanden, so müssenuns dies die Amtmänner melden,
bevor die Zeit der Stutendeckung-kommt. Die Leitung der Ge-stüte ist nach Karl’s Anord-nungen vollständig centrali-sirt, wie sich aus cc. 13, 14, 15,50 ergiebt; für das Gestüteper-sonal ist besonders gesorgt, s.c. 50 u. Anm. hierzu. Die Wich-tigkeit der Pferdezucht für diekarolingische Zeit ergiebt sichnamentlich daraus, dafs derßeiterdienst militärisch immermehr in den Vordergrund trat(vgl. Stenzei, Versuch einerGeschichte der Kriegsverfassung’Deutschlands S. 93, 303; Roth,Gesell, d. Beneficialwesens, 1850;Waitz, Anfänge der Vassallität,1856; Waitz. Verf.-Gesell, Bd.IV (S, 462 u. a.); Br. II, 207ff.,254; Sehr., R.-Gescli., S. 154,Anm. 19; Martin Baltzer, ZurGesell, d. deutsch. Kriegswesensin der Zeit vor den letzten Karo-lingern ct., 1877, S. 2. — A. Bal-damus in Gi. U. Heft 4, 1879,S. 4 ff. —' Andere Beweise derWichtigkeit der Pferdezucht s.Ga. S. 241—242, Anm. (Heliandzu Luc. II, 8 u. lex sax. c. 29),C. Aquisgr. 813, c. 19. Pferde-bestand: Brev. exempl. Asnap.,c. 31; B o. 255.
iumenta (frz. jument. Kö. No. 4489)Stuten.
14 . iumenta: Auf unsere Stuten sollendie Amtmänner ein wachsamesAuge haben und rechtzeitig sollensie die Hengstfohlen absondern;und wenn durch die Züchtungzahlreiche Stutenfohlen gewonnenwurden, so sollen sie von jenengetrennt und zu einer eigenenHeerde vereint werden. Vgl.c. 13, 15, 50 nebst Anm.