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Die Landgüterordnung Kaiser Karls des Grossen :
(capitulare de villis et curtis imperii)
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mitgetheilte Capitulare Aquisgranense in das Jahr 813 zusetzen ist. 21 )

Unter dem NamenBrevium exempla ad describendasres ecclesiasticas et fiscales sind bei Pertz I, 175 ff. undBoretius p. 250 ff. echte oder (ganz oder theilweise) fingirteBerichte über Inventaraufnahmen zu Staphinseie (vermuth-lich Kloster Staffelsee, Bist. Augsburg), ferner aus Besitzun-gen des Klosters Weifsenburg im Wormser Gau und endlichüber Inventaraufnahmen zu Asnapium, einem königlichenIlofgut, 22 ) mitgetheilt; diese stehen jedenfalls mit der Land-güterordnuug Karls des Grolsen in irgend einer Yerbindung.Boretius nimmt an, dafs jene Berichte nach dem Capitularede villis abgefafst worden seien; es ist aber auch möglich

21 ) Vgl. Gar eis a. a. 0. S. 224 ff., 282 in der Anmerkung. Das Cap.Aquisgranense vom Jahre 813 sucht auf dem Wege der Gesetzgebung zuerreichen, was auf dem vorher beschrittenen Verordnung^ wege nicht oderwenigstens nicht vollständig durchzusetzen war. man vergleiche z. B. dasCapitulare de villis c. 69 mit Capitulare (Aquisgranense) c. 8, Gareis a. a. 0.S. 227 ff., ferner vergl. man c. 2, c. 4 des Capitulare de villis mit c. 5 undc. 15 des Cap. Aquisgranense, ferner c. 64 des Cap. de villis mit c. 10 desCap. Aquisgranense.

22 ) Es ist nicht wahrscheinlich, dafs Asnapium Gennep, siidwestl. vonCleve, ist, wie Eckhart, comment. de rebus Franciae Orient. (Wirzeburgi1729) p. 908 Anm. 1, meint; allerdings würde die Nähe von Griet vielleichtzu dem neben Asnapium erwähnten Grisio (Bo. p. 254, c. 26) passen; aberGrisio und das noch von Niemandem gedeutete Treola (B o. p. 256, c. 36,vielleicht zu einem der heutigen Ortsnamen Trelon bei Avesnes, oderTrieux, oder Treon gehörig?) können auch willkürlich in jenem Exemplumbrevium genannt oder ausgegangene Orte sein. Ich kam auf dem französi-schen Feldzüge 1870 südlich von Menehould und Olermont en Argonnein der Nähe von Beauzee an drei kleinen Ortschaften vorüber, derenNamen möglicherweise von Asnapium, Treola und Grisio stammen:Nabecourt, Triaucourt und Grigny nennt sie mein Tagebuch. Gennepaber, das Bckhart für Asnapium hält, liiefs im fünften JahrhundertCenebum, Genebum, Oeveum, das Cleucum, Cevelum der Tabula Peuting.s. Desjardins p. 1112. Möglich ist auch, dafs Asnapium eines derzahlreichen Asnieres von Nordfrankreich ist, sprachlich von Asinapium,asinabus oder asinarium (wobei auch statt r p geschrieben oder gelesenworden sein kann), d. i. Eselsort, Eselzuchtstall. Vgl. Egli, Nom.geograph. (1893) S. 57 s. Asnieres. Vivian de St. Martin, N. Dict. d.Geogr. univers. Paris 1879 Tom. I, p. 236. Vgl. Guerard, Polyptych.Irminonis, T. II, p. 349.