Druckschrift 
Alexander
Entstehung
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XXI
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den späteren dichtem nicht mehr so gelesen wurden, wie sieLachmann für uns wider hergestellt hat. Man rechne dazudie Veränderung der quantität der betonten Stammsilben, wobeifrüher zweisilbige hebungen jetzt hebung und Senkung aus-machten, und man wird sich nicht wundern, in den nachah-mungen doppelte Senkungen zu finden, und erst versen von solockerem bau und so verschiedener länge gegenüber, wie wires bei jüngeren dichtem finden, konnten dann spätere dichterund theoretiker, anhänger jener richtung, die Konrad von Würz-burg vertritt, auf das neue princip der silbenzählung kommen.Die verse 435 ff. und einige andere im Alexander haben sogardactylischen gang.

Wo a einen abschnitt bezeichnet, habe ich große anfangs-buchstaben gesetzt, sonst dem sinne nach die zeilen einrückenlassen. Eine zählung nach abschnitten von 28 zeilen erschienmir unthunlich.

Uber die quellen und die abfassungszeit des gedichteshabe ich in den Sitzungsberichten der Wiener akademie, philo-sophisch-historische classe 97, 311 ff. (1881) gehandelt. Einigeeinzelheiten bessern sich jetzt durch meinen text von selbst,andere Verbesserungen kann ich hier nicht geben. Bedeutendgefördert ist seitdem unsere kenntnis der historia de preliisdurch die arbeiten von Ausfeld , Kinzel, Landgraf »und 0.Zingerle, zuletzt auch von Paul Meyer; da bietet sich jetztvieles leicht, was ich damals mit aller mühe nicht findenkonnte. Über den »Valerius« weiß ich heute noch nicht mehr,als damals; dass das kapitel über die bibel ganz unzureichendist, habe ich schon gewusst, als ich es schrieb. Ich hatteaber nichts besseres gefunden nach vielem suchen und ich binnachher noch weit in der irre herumgegangen, obgleich ichselbst schon den richtigen pfad betreten hatte. Heute würdeich jenes kapitel ganz streichen, dafür müste das über dieglossen zum Gualtherus sehr stark vermehrt werden. Denausgangspunkt neuer Studien müste der codex 5G8 olim philol.258 der k. k. hofbibliothek in Wien (oder ein ähnlicher) bil-den, in welchem ganze seiten mit anmerkungen zu einem oderein paar versen bedeckt sind. Ich hätte diese wohl schonfrüher eingehender betrachtet, wenn mir der codex einmal ir-