Druckschrift 
5 (1841)
Entstehung
Seite
121
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hängt denn Alles im Leben vom Geld ab? Ihr seht, wieselbst mein armer Großvater vergaß, wie gut Ihr gegenuns Beide seyd, als als Ach! ich verstehe es nicht es thut mir weh es macht mich irre!"

Fanny, schaut dorthin nein, links Ihr sehtdas alte Weib in Lumpen, das sich mühsam hinschleppt;jetzt wendet Euch rechts Ihr seht das schöne Haus, dasdurch die Baume glänzt, mit dem Wagen mit vier Pferdenvor der Thüre! Der Unterschied zwischen dem alten Weibeund der Besitzerin, dieses Hauses ist Geld; und Werwollte Euren Großvater schelten, daß er das Geld liebt?"

Fanny verstand ihn; und während der kluge Mann somoralisirte, eilte das Mädchen, das er selbst in seinemMitleiden so hochmüthig verachtete, zu dem alten Weibehin, um nach ihren schwachen Kräften ihr Möglichstes zuthnn, um jene Ungleichheiten zu mildern, die durch Klugheitund Moralisiren nicht um ein Sandkorn vermindert wer-den! Vaudemont fühlte dies, als er sie zu der Bettlerinhineilen sah; aber als sie zu ihm zurück hüpfte, hatte sieseine Abneigung gegen ihre Lieder vergessen, und summtein der Freude ihres durch eine gute That erheiterten Her-zens eine ihrer improvifirten Melodien.

Vaudemont wandte sich ab. Die arme Fanny hatteunbewußt seinen Sieg über sich selbst entschieden; sie ahntenicht, was in ihm vorginz, aber sie besann sich plötzlich,was er ihr über ihre Lieder gesagt hatte und glaubte ihnmißvergnügt.