Druckschrift 
5 (1841)
Entstehung
Seite
99
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richtete, in die Analyse menschlicher Leidenschaften ver-sunken, und voll stoischen Gleichmuths gegen die schmerz-lichen Zuckungen des Unglücklichen, den er ruhig secirte.Er wünschte Geld zu gewinnen von Vaudemont diesenMann zu ruinire», der sich herausnahm, großmüthiger zuseyn als Andere einen kecken Abenteurer dem Rade For-tunaS unterliegen zu sehen, das in einem Kartenspielregiert; und das Alles natürlich ohne den mindestenHaß gegen den Mann, den er jetzt zum erstenmal sah. ImGegentheil, er empfand Achtung für Vaudemont. Wiedie meisten weltlichen Menschen hatte Lilburne ein günsti-ges Vorurtheil für Solche, die im Leben emporzusteigensuchen; und wie Männer, die in männlichen und athle-thischen Hebungen sich ausgezeichnet, war er auch im Vor-aus eingenommen für Solche, die geeignet schienen, sichauch in dergleichen hervorzuthun.

Liancourt nahm seinen Frennd beiseite, während LordLilburne mit seinen andern Gästen sprach:

Ich brauche Euch, der Ihr nie spielt, nicht davorzu warnen, Euch Lord Lilburne'S Gnade und Barmher-zigkeit zu überlasten; bedenkt, eristein trefflicher Spieler!"

Nein," antwortete Vaudemont,ich muß diesenMann kennen lernen, ich habe Gründe, die allein michveranlassen, sein Haus zu betreten. 2ch kann schon Etwasaufs Spiel setzen, weil ich zu erfahren wünsche, und ichEtwas für eine mir sehr theure Person gewinnen kann.Und im klebrigen (murmelte er) kenne ich ihn zu gut,als daß ich nicht auf meiner Hut seyn sollte." Damit