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er über die Schwelle schritt, und folgte seiner Führerinin ein kleines Wohnzimmer.
Vor einem Tisch, worauf trüb, mit ungepflegtemDocht eine einzige Kerze brannte, saß ein Mann vonvorgerückten Jahren; und als er sein Gesicht nach derThüre wandte, sah der Fremde, daß er blind war. DarMädchen hüpfte an seinen Stuhl, schlang die Arme um desAlten Hals und küßte ihn auf die Stirne; dann zu seinenFüßen sich schmiegend und ihre gefalteten Hände an seineKniee lehnend, sagte sie:
„Großpapa, ich habe Euch Jemand gebracht, denIhr lieben müßt. Er ist so gütig gegen Fanny gewesen!"
„Und Keines von Euch erinnert sich meiner mebr!"sagte der Gast.
Der alte Mann, dessen stumpfes. Gesicht anzudeutenschien, daß er kindisch geworden, erhob sich halb bei demTon der Stimme des Fremden.
„Wer ist das?" sagte er mit schwacher und mürri-scher Stimme. „Wer will Etwas von mir?"
„Ich bin der Freund Eures verlornen Sohnes. Ichbin der, der vor zehn Jahren Fanny unter Euer Dachbrachte und Eurer Obhut übergab — Eures SohnS letzterAuftrag, lind Ihr habt Euren Sohn gesegnet und ihmverziehen, und gelobt, der Vater seiner Fanny zu seyn."
Der Alte, der jetzt langsam aufgestanden war, zitterteheftig und streckte die Hände aus.
„Kommt näher — näher — laßt mich meine Händeauf Euer Haupt legen. Ich kann Euch nicht sehen; aber