Druckschrift 
5 (1841)
Entstehung
Seite
61
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die bedeutenderen Läden der Leinwandhändler, der Apo-thekerund der Branntweinpallast über die schattige Straßeaus noch nicht geschloffenen Fenstern ihr Licht aus. Abermit diesen Ausnahmen standen die Geschäfte des Orts still.

-Um diese Zeit trat aus dem Haus einer Putzmacherin(ein Laden war es, nach dem äußern Ansehen, nicht, undbewies seine Vornehmheit und seine Erhabenheit über dteKapelokratie, um einen gewissen klassischen Neologismuszu gebrauchen, durch eine Metallplatte über einer eichenenThüre mit der Inschrift:Miß Semper, Kleider- undPutzmacherin, von Madame Devy"), um diese Zeit, sageich, und aus diesem Hause trat die leichte und anmuthigeGestalt eines junge» Frauenzimmers heraus. Sie hatte lnder linken Hand einen kleinen Korb, dessen Inhalt (denner war leer,) sie allem Anschein nach eben abgegeben; undwie sie über die Straße schritt, fiel das Licht der Laternenauf ein Angesicht in der ersten Blüthe der Jugend, daseinen charakteristischen Ausdruck kindlicher Unschuld undOffenheit hatte. Es war ein regelmäßiges, ausgesuchtliebliches Angesicht, aber doch lag Etwas darin, was Einentraurig machte; man wußte nicht warum, denn es selbstwar nicht traurig; im Gegentheil, der Mund lächelte unddie Augen strahlten. Wie sie jetzt mit leichtem, raschemSchritt über die nächtliche Straße schwebte, trat ein Mann,der bisher durch das Portal von eines Advokaten Hauseversteckt gewesen, verstohlen hervor und folgte ihr in ge-ringer Entfernung. Ahnungslos, daß man ihr uachspüreund dem Anschein nach durchaus keine Gefahr jfürchtend,Bulwkr'S Romane. XVIl. g