Druckschrift 
4 (1834)
Entstehung
Seite
134
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sie ist tobt, meine Lucie, meine Lucke siehaben sie gctödtct!"

Die Wagcnthüre auf der Seite Lucicns öff-nen, sie auf den Armen heraustragen, war fürClifford das Werk eines Augenblicks; ganz ver-gessend, daß sonst noch Jemand zugegen scy, nichtwissend sogar was er sagte, stieß er tausend wilde,leidenschaftliche, nur halb verständliche Reden aus;und als er sie auf eine Bank neben der Landstraßetrug und sich selbst uiedersctzend, sie gegen seineBrust lehnte, da wäre es vielleicht schwer gewe-sen zu sagen, ob nicht auch Entzücken brennen-des und schauerndes Entzücken sich in seinen Schre-cken und seine Angst mischte. Er erwärmte ihrezarten Hände in den seinigen; sein Hauch, zitterndund heiß, glühte auf ihrer Wange, und Einmal,nur Einmal näherten sich ihr seine Lippen undruhten, die zerstreute Fülle der Locken weghau-chcnd, in einem langen, stummen Kusse auf denihrigen.

Mittlerweile stieg, mit Hülfe des Bedienten,der seine betäubten Sinne jetzt wieder gesammelthatte, der Squire aus dem Wagen und nahte sichmit wankenden Schritten dem Ort, wo seine Toch-ter ruhte. Im Augenblick da er ihre Hand faßte,begann Lucie wieder aufzulcbcn und das Erste,was sie in der verstärkten Bewußtlosigkeit des Er-wachens that, war: ihren Arm um deu Hals ih-res Beistandes zu schlingen.