Druckschrift 
4 (1834)
Entstehung
Seite
50
Einzelbild herunterladen
 

?c>

Aerger über Lucie und seiner Eifersucht gegen denanscheinenden Liebhaber.

Wahrend dieser tapfre Entschluß die großeSeele Mauleverers in Bewegung setzte, erreichteLucie ihr Zimmer, verriegelte die Thüre, warfsich auf ihr Bett und brach ln einen lange» Strombittrer Tliränen aus. So ungewöhnlich waren die-se Gäste ihrem glücklichen und harmlosen Gcmüth,daß die Heftigkeit und Hartnäckigkeit, womit siejetzt stoßen, beinah etwas Beunruhigendes batte.

Wie!" sagte sie mit Bitterkeit,habe ichmeine Neigung einem Mann von unsichrcm Cha-rakter zugcwendct! und ist meine Bcthvrung soam Tage liegend, daß ein Bekannter diese Unklug-heit rügen darf? Und doch sein Benehmen! seinTon! Nein, nein! ihn zn lieben kann mir keineSchande bringen!" und bei diesen Worten schnittihr die Kälte womit sie Clifford beim Abschied-nehmcn heute Abend begegnet war, ins Herz.Bin ich" dachte sie, und weinte noch heftigerals zuvor,so weltlich gesinnt, so niedrig, daß ichmich im Augenblick da ich eine S»lbc gegen ihnverbringen höre, mich gegen'ihn »»gestimmt füh-len sollte? Sollte ich nicht im Gegenthcil seinBild mit um so größrcr Liebe umfassen, wenn ervon Andern angegriffen wird! Aber mein Vater,mein theurcr Vater, und mein gütiger, klugerOheim Etwas bin ich ihnen schuldig, und eswürde ihnen das Herz brechen, wenn ich Einen