Las Alpdrücken hatte nach dem Essen bei ihremVater I"
Mit einem Angesicht voll Lächeln, aber miteiner Haltung in der weit mehr Würde lag, alser gewöhnlich annahm, schritt jetzt Maulcvcrer aufLucie zu, die sich auf ihres Tänzers Arm lehnte.Der Graf, ein Manu von großem Takt, wo seineunermeßliche Eigenliebe ihm keinen Streich spielte,wußte wohl wie er den Liebhaber zu spielen hat-te, ohne sich der lächerlichen Thorheit schuldig zumachen, als ein abgeschmackter Fraueuknccht zu er«scheinen. Er suchte mehr lebendig als empfindsamsich zu geben und den Bewerber unter der Maskedes Witzes zu verstecken.
Nachdem er also mit leichter Galanterie seineersten Complimcnte angebracht, gicng er in ein solebhaftes Gespräch ein, durchflochten mit so vielennaiven, aber handgreiflich treffenden Bemerkungenüber die Charaktere der Anwesenden, daß er sichvielleicht nie in einem glänzenderen Lichte gezeigthatte. Endlich, als die Musik eben wieder anhe-ben wollte, sagte Maulcvcrer mit einem gleichgül-tigen Blick auf Lncicns Tänzer: „Will mir MißBranden jetzt die angenehme Dienstleistung erlau-ben, sie zu ihrem Vater zu begleiten?"
„Ich glaube," antwortete Lucie, und ihreStimme wurde auf Einmal schüchtern, „daß ichnach den hiesigen Ballgesetzcn an diesen Herrn fürnoch einen Tanz versagt bin."
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