der fröhlicke» Welt cingcfübrt war, wurde sieder Gegenstand allgemeiner Huldigung. Ein ge-drängter Haufe umgab sic überall wohin sicgieug;ma-n sprach/ träumte von Nichts, trank und wet-tete auf Nichts als Lucie Vraudon, Selbst ihreNatürlichkeit und gänzliche Unbekanntschaft mitden Künsten des feinen Lebens erhoben noch denGlanz ihres Rufs. Wie cs nun auch zu erklärensevn mag — junge Leute vom zarten Geschlechtsind selten unmanierlich, selbst in ihren Sonder-barkeiten, und die Unerfahrenheit hat oft eineganz eigene Anmuth. Ihr Oheim, ihr beständi-ger Begleiter, der selbst keine geringe Anziehungs-kraft besaß beobachtete ihre Erfolge mit einertrlnmfircndcn Zufriedenheit, die er jedoch vor Nie-mand als seinem Bruder und vor Lucie selbst sichanmerkcn ließ. Mit der gelassenen Kälte seinesWesens würde alles eher vereinbar geschienen ha-ben, als Stolz auf die Berühmtheit, die durch eineweibliche Schönheit gewonnen ward, oder Freudeüber irgend eine Gunstbczcugung, die in der Lau-ne des Tons und der Mode ihre Quelle hatte.Was den guten alten Sguire betrifft, so hätteman weit eher ihn als seinen Bruder für denpreßhaften Cnrgast nehmen können. Er wurdekaum irgendwo gesehen: denn obgleich er über-all hin gieug, gehörte ec einmal zu den Leuten,die, wenn sic in ein Zimmer treten, sich augen-blicklich in einer Ecke niederlassen. Wer ihn nun
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